Sicherheit
10/31/2011

Britische Regierung Ziel von Cyberangriffen

Zuletzt war PC des Außenministeriums im Visier von Angreifern

Die Computersysteme der britischen Regierung werden immer häufiger Ziel von Cyberattacken. Dabei hätten es die Angreifer vor allem auf geheime Daten und neue Entwicklungen von Technologie- und Rüstungsfirmen abgesehen, sagte der Chef der britischen Internet-Geheimdienstabteilung GCHQ, Iain Lobban, der britischen Zeitung „The Times“ (Montag). Im Sommer habe es einen bedeutenden, aber nicht erfolgreichen Angriff auf das Computersystem des Außenministeriums gegeben.

Ab diesem Dienstag treffen sich in London auf Einladung des Außenministeriums Politiker, Wissenschaftler und Internetexperten, um über die derzeitige Lage und mögliche Gegenmaßnahmen zu sprechen. Dabei wird auch US-Außenministerin Hillary Clinton erwartet.

Gemeinsame Strategie
Im Kampf gegen die zunehmende Internetkriminalität, beispielsweise den Diebstahl von Kreditkarten-Daten, brauche die internationale Gemeinschaft dringend eine gemeinsame Strategie, sagte der britische Außenminister William Hague der „Times“. Nur eine „weltweit aufeinander abgestimmte Reaktion“ könne die Gefahr eindämmen, die etwa durch Identitätsraub oder Ideenklau über das Internet entsteht.

Ein großes Problem ist der Raub von Kreditkarten-Daten über das Netz. Mittlerweile sei ein riesiger Schwarzmarkt entstanden, auf dem zum Teil Kreditkarten-Daten zum Preis von nur knapp einem Euro auf simplem Weg gekauft werden könnten, erklärte Hague.