Netzpolitik
27.02.2015

China lässt über 60.000 Internetkonten löschen

Die betroffenen Konten kamen nicht der Klarnamenpflicht nach, die ab 1. März in dem Land in Kraft tritt.

Einige der größten Internetkonzerne Chinas wie Alibaba, Tencent und Baidu haben auf Anweisung der Regulierungsbehörden mehr als 60.000 Kundenkonten gelöscht. Deren Namen hätten nicht den ab 1. März geltenden Bestimmungen entsprochen, teilte Chinas Oberste Internetbehörde CAC mit. Im Rahmen dieser neuen Regeln sollen Internetnutzer unter anderem dazu bewegt werden, sich mit ihren realen Namen zu registrieren.

Als weiteren Grund für die Löschung der Konten nannte die CAC am Donnerstagabend auch Verbindungen zu Seiten mit terroristischen oder pornografischen Inhalten. Die Maßnahme stellt offenkundig einen weiteren Schritt im Bestreben Chinas dar, seine Kontrolle über das Internet auszuweiten.