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Netzpolitik
05/14/2020

Corona: Datenplattform für Wissenschaft in Vorbereitung

Die Datenplattform soll in den nächsten Wochen fertig werden. Damit können Forscher auf Pandemie-Daten zugreifen.

Die von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) in Auftrag gegebene Covid-Datenplattform soll in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Auf Twitter schreibt Anschober, dazu sei nun der Beirat gegründet worden, der die Umsetzung und Freigabe des Tools betreut. Er untersteht Maria Kletečka-Pulker, vom Ludwig Boltzmann Institut (LBI) for Digital Health and Patient Safety.

Für wissenschaftliche Zwecke

Die Daten des Epidemiologische Meldesystems (EMS) sollen anonymisiert über die Plattform für wissenschaftliche Zwecke zugänglich sein. Das EMS registriert Personen, die an einer meldepflichtigen Krankheit wie Covid-19 erkranken, um solche Infektionen in Österreich laut Webseite des Sozialministeriums besser überwachen und bekämpfen zu können.

Während der Zugriff auf diese Daten in anderen Ländern wie Italien und Spanien für Wissenschaftler Standard ist, fehlen in Österreich derzeit solche Datensätze für die Forschung. So hatten sich Wissenschaftler in einem offenen Brief an Anschober gewandt und die Freigabe der EMS-Daten gefordert.