Netzpolitik
07.03.2015

Edward Snowden wünscht sich Asyl in der Schweiz

Der Whistleblower hat in 21 Staaten um Asyl gebeten und kein Staat hat zugesagt. Nun hoffe er auf die Schweiz, es sein "ein wunderbarer Ort".

Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden wünscht sich Asyl in der Schweiz, wo er jahrelang für den CIA gearbeitet hatte. „Einige meiner schönsten Erinnerungen sind aus der Schweiz“, sagte er am späten Donnerstagabend per Videoschaltung aus Moskau auf einem Filmfest für Menschenrechte in Genf. „Es ist ein wunderbarer Ort.“

Politisch wäre das Land wegen seines langen Bekenntnisses zur Neutralität auch eine gute Option. Allerdings habe er in 21 Staaten um Asyl gebeten und kein Staat habe zugesagt. Schuld sei eine „politische Einflussnahme“ der US-Regierung.

Snowden war von März 2007 bis Februar 2009 bei der US-Vertretung in Genf tätig, wo er Kommunikationssysteme abhörte. Der 31-Jährige ist wegen seiner Enthüllungen in den USA umstritten. Während er von einigen als Vorkämpfer für die Bürgerrechte gesehen wird, fordern andere eine Anklage wegen Landesverrat. Snowden wiederholte am Donnerstag, dass er zu einer Rückkehr in die USA bereit sei, wenn man ihm ein faires Verfahren garantiere. „Leider ist das Justizministerium dazu nicht bereit“, erklärte er. „Bislang haben sie nur gesagt, dass sie mich nicht hinrichten werden.“