Überwachung
04/29/2011

Elektronische Fußfessel mit Alkotest

Häftlinge, die unter elektronisch überwachtem Hausarrest stehen, werden ab sofort mit mobilen Alkomaten ausgestattet. Auf Aufforderung der Justizanstalt müssen die Daten des Tests übermittelt werden.

Der elektronisch überwachte Hausarrest wird um eine technische Finesse reicher. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung soll ein Teil der Häftlinge in den kommenden Wochen und Monaten mit einem Alkomat ausgestattet werden, der Kontrollen aus der Ferne ermöglicht. Das Justizministerium hat die Information in der Zwischenzeit bestätigt, bereits 20 derartige Geräte sollen angeschafft worden sein.

Die Alkomaten identifizieren ihren „Besitzer“ über biometrische Erkennung. Die Messergebnisse werden durch elektronische Datenübertragung der Justizwache übermittelt. Eine Videofunktion garantiert, dass der Test tatsächlich vom Häftling und nicht etwa anderen Personen durchgeführt wird. Die Geräte sind in erster Linie für Straftäter vorgesehen, bei denen im Fall von Alkoholeinfluss Gewalttätigkeiten zu befürchten sind. Ein Teil wird fix stationiert, einige Geräte sollen „rotieren“. Der entsprechende Erlass werde kommende Woche ergehen und damit in Kraft treten, heißt es aus dem Justizministerium.