Netzpolitik
10.04.2017

Ingrid Brodnig ist neuer "Digital Champion"

Die Journalistin wird künftig ehrenamtlich dafür sorgen, dass Digital-Themen in Österreich ein wichtiger Bestandteil bleiben und digitale Kompetenzen gefördert werden.

2012 wurde die Initiative „Digital Champion“ von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsinformatikerin Meral Akin-Hecke hat die Funktion seit Sommer 2013 für Österreich ehrenamtlich ausgeübt und diese nun offiziell niedergelegt.

Nachfolgerin

Als Nachfolgerin wurde am Montag von der Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) die Digitaljournalistin Ingrid Brodnig präsentiert. Brodnig verließ im Februar das "Profil", um sich als Publizistin und Expertin selbstständig zu machen und sich ihrer Vortragstätigkeit zur Debattenkultur im Netz zu widmen. Brodnig war vor zwei Jahren vom "Falter" zum "Profil" gewechselt. Im April 2016 erschien ihr Buch "Hass im Netz“ (hier gibt es das futurezone-Interview dazu), seither gilt sie als Expertin auf diesem Gebiet.

„Durch die Initiative #GegenHassimNetz wurde deutlich, dass es nun nicht mehr um grundsätzliche Medienkompetenz geht, sondern auch um ein respektvolles Miteinander im Internet. Internet-NutzerInnen brauchen Kompetenzen im Umgang mit Themen wie Cybermobbing oder Diskriminierung, aber auch Falschmeldungen. Daher bin ich mir sicher, dass wir mit Ingrid Brodnig mit ihrem Engagement gegen Hass im Netz und Fake News einen guten neuen Digital Champion Österreichs haben“, so Staatssekretärin Muna Duzdar zur futurezone.

Das wesentliche Ziel der Initiative „Digital Champion“ ist es, mehr Menschen dazu zu bewegen, online zu gehen und Kompetenzen für die digitale Welt zu verstärken. Die Wirtschaftsinformatikerin Meral Akin-Hecke gab der futurezone ein Interview darüber, wie sie das versucht hatte und was sie daraus gelernt hat. An Brodnig hat sie folgenden Ratschlag: "Alle inkludieren und für alle da sein. Die Digitalisierung braucht uns."