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Streit
12/26/2011

Jüngster Hack entzweit Anonymous

Innerhalb der Anonymous-Bewegung ist offenbar ein Streit über den jüngsten Angriff auf die Beratungsfirma Stratfor entbrannt. Während der Datenbank-Hack über einige der bekannten Anonymous-Kanäle wie den AnonymousIRC-Twitter-Account kommuniziert wurde, meldeten sich nun andere Anonymous-Sympathisanten mit einer "offiziellen" Pressemitteilung, in welcher der Angriff kritisiert wurde.

Laut dem auf Pastebin veröffentlichten Statement sei der Hack von Stratfor definitiv nicht Anonymous zuzuschreiben bzw. nicht im Sinne und Geiste der Anonymous-Bewegung passiert. Stratfor sei eine Open-Source-basierte Agentur, die Informationen aus dem Internet auswerte und unabhängige Berichte erstelle. Durch den Angriff und die "Erklärung" der Hacker habe man Stratfor in ein falsches Licht gerückt. Anonymous attackiere keine Medien, dieser Hack sei folglich kein Werk der Anonymous-Bewegung.

Explizit wird das frühere Lulzsec-Mitglied Sabu kritisiert, der im Zuge des Angriffs wiederholt über die Attacke und die Beweggründe getwittert hatte. "Sabu und seine Crew sind nichts anderes, als opportunistische Aufmerksamkeits-Huren. Als Medien-Quelle ist Stratfors Arbeit von der Freiheit der Presse Geschütz, ein Prinzip, das Anonymous wertschätze", so die Stellungnahme. Die Hintergründe des bizarren Streits liegen derzeit völlig im Dunkeln.