Netzpolitik
07.10.2016

Ministerium wirbt mit Katzen-Video für Breitbandbüro

Wenn Katzen Party-Fotos verschicken haben sie hoffentlich keinen Kater. Das Verkehrsministerium bewirbt mit einem skurrilen YouTube-Video nun das Breitbandbüro.

Das Verkehrsministerium wirbt mit einem Katzen-Video für das Breitbandbüro. Eine Katze namens Jeanny will Party-Fotos von letzter Nacht versenden, diese kommen aufgrund einer lahmen Verbindung aber nie beim Empfänger, einer anderen Katze namens Findus an. Diese, die auch gleichzeitig Bürgermeister ist, soll sich nun in Folge beim Breitbandbüro beschweren. Am Ende steht da: „Das Breitbandbüro hat geholfen.“

Tatsächlich gibt es vielerorts vor allem im ländlichen Raum noch zu langsamen Internet-Verbindungen. Ob das Breitbandbüro in der Praxis aber weiterhelfen kann, mögen so manche Internet-Nutzer bezweifeln. Das Breitbandbüro ist auf jeden Fall eine Koordinationsservicestelle für Gemeinden, Bundesländer und Betreiber und soll den Breitbandausbau in Österreich vorantreiben. „Eine solide Breitbandanbindung ist mittlerweile die Voraussetzung für eine positive Entwicklung Österreichs“, heißt es in dem Text zum Video, das intern im Haus des Verkehrsministeriums produziert wurde.

Breitbandmilliarde

Im Netz wurde das Video teilweise bereits heftig kritisiert, weil sich etwa der Verband alternativer Telekom-Netzbetreiber VAT seit Jahren darüber beschwert, dass A1 die Fördermillionen der Breitbandmilliarde erhält. Da A1 als einziger Anbieter auch im ländlichen Bereich über eine weitläufige Infrastruktur verfügt, kommt aufgrund der derzeit ausgeschriebenen Förderungen praktisch nur A1 zum Zug.

A1 setzt hier aber nicht auf Glasfaser-Technologie, sondern auf „Vectoring“ mit Kupferleitungen. Langfristig betrachtet ist dadurch kein Breitband garantiert. Mit diesem Hintergrund ist das Video des Verkehrsministeriums nicht mehr besonders lustig. Der Werbeeffekt für das Breitbandbüro ist allerdings dennoch garantiert.

Frage an euch: Was haltet ihr vom Video?