US-Präsident Barack Obama

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Datenschutz
01/13/2015

Obama will besseren Schutz persönlicher Daten im Internet

Der US-Präsident strebt einheitliche Datenschutz-Regeln für alle Bundesstaaten an. Unternehmen könnten dazu gezwungen werden, Kunden bei Cyberangriffen zu informieren.

US-Präsident Barack Obama will mit einem neuen Gesetz den Schutz persönlicher Daten im Internet verbessern und die Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten vereinheitlichen. Derzeit seien diese sehr unterschiedlich, "das ist verwirrend für die Verbraucher und Unternehmen", sagte Obama am Montag in einer Rede vor der für den Verbraucherschutz zuständigen Handelskommission FTC.

Das neue Gesetz sieht vor, dass Unternehmen ihre Kunden im Fall eines Einbruchs oder Hackerangriffs binnen 30 Tagen informieren müssen. Wie groß die Gefahr eines Cyberangriffs sei, zeigte sich erst am Montag, als der Twitter-Feed des US Central Command gehackt wurde.

Fokus auf Kinder und Jugendliche

Die Kunden sollen zudem eine bessere Kontrolle darüber bekommen, was mit ihren auf Internetplattformen gespeicherten Daten geschieht. Besonderen Schutz sollen Schüler und Studenten erhalten: Ihre persönlichen Daten sollen nicht an Dritte verkauft werden können, wenn es nicht um Zwecke der Ausbildung geht.

Die Menschen tätigten inzwischen zahllose Transaktionen über das Internet, sagte Obama. "Wenn wir vernetzt sein wollen, müssen wir geschützt sein." Er appellierte an den US-Kongress, seinen Vorstoß für einen besseren Schutz der Privatsphäre, vor allem "unserer Kinder", zu unterstützen. Das Problem sei "ein überparteiliches Anliegen".