Netzpolitik
20.12.2016

Österreichische Provider setzen neue Netzsperren um

Die beiden Internetportale kinox.tv und movie4k.tv werden seit einigen Tagen von österreichischen Providern blockiert.

Im Oktober 2014 haben die großen österreichischen Provider auf Grund von Löschaufforderungen, sogenannten "einstweiligen Verfügungen", wegen Urheberrechtsverletzungen die beiden Internetseiten kinox.to und movie4k.to für ihre Kunden gesperrt. Die beiden Portale haben als Reaktion ihre Inhalte über die neuen Adressen kinox.tv und movie4k.tv angeboten. Zwei Jahre später werden seit einigen Tagen auch diese Domains gesperrt. UPC und A1 haben gegenüber dem Standard bestätigt, dass die Portale seit kurzem blockiert werden. Neue einstweilige Verfügungen waren eingangen.

Der Einsatz von Netzsperren ist umstritten. Im Fall der Torrent-Tracker Isohunt und Pirate Bay hat das Oberlandesgericht Wien eine einstweilige Verfügung im Juni aufgehoben. Laut dem Verband der Internet Service Provider hat das aber nichts an der Vorgehensweise der Content-Industrie geändert. Es werden weiterhin Löschanträge gestellt. Technisch werden die Sperren auf der Domain-Ebene implementiert. Wer die IP händisch eingibt, einen VPN verwendet oder einen alternativen DNS-Server nutzt, ist von solchen Sperren nicht betroffen.