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Netzpolitik
09/24/2019

Shenzhen testet U-Bahn-Zugang per Gesichtserkennung

In Shenzhen in China dient Gesichtserkennung als Zugangskontrolle für den öffentlichen Nahverkehr.

Die Öffis nutzen nur noch per Gesichtsscan? Das gibt es in Shenzhen, China, wie die Zeitung South China Morning Post berichtet. In 18 Stationen sind 28 Metro-Zugänge und 60 Ticketmaschinen mit entsprechenden Kontrollsystemen und Überwachungskameras ausgestattet worden. Auch bei der Bezahlung von Tickets per Gesichtsscan wird experimentiert.

Gratis-Öffis für Ältere als Anreiz

Anreize für das System schafft China damit, dass sich Menschen über 60 beim Öffi-Betreiber registrieren lassen können, um die Verkehrsmittel per Gesichtsscan kostenlos zu nutzen. Die Technologie dahinter kommt von Tencent, einem chinesischen Konzern.

Laut dem „Manager Magazin“ gebe es derartige Pilotprojekte auch in anderen Städten wie Jinan, Guangzhou, Shanghai, Qingdao, Nanjing and Nanning.

Die meist überwachten Städte der Welt

Shenzhen ist laut einer Untersuchung von Comparitech aus dem August die zweitmeiste, überwachte Stadt der Welt. In Shenzhen gibt es 1.929.600 Überwachungskameras für 12.128.721 Menschen. Das sind im Schnitt 159.09 Kameras, die auf 1000 Menschen kommen.

China führt das Überwachungsranking klar an: Insgesamt kommen acht von zehn chinesischen Städten im Ranking vor. Als europäische Städte liegt London am sechsten Platz, Berlin auf Platz 19 und knapp dahinter folgen Warschau und Wien.