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Snowden: NSA verschob Update von Sicherheitssoftware
10/19/2013

Snowden: NSA verschob Update von Sicherheitssoftware

Eine spezielle Anti-Leak-Software hätte unter Umständen verhindern können, dass der Whistleblower Edward Snowden tausende geheime Dokumente herunterlädt.

Die Software war konzipiert um zu verhindern, dass unautorisierte Personen auf geheime Daten zugreifen oder sie gar herunterladen und wurde bereits seit mehreren Jahren an zahlreiche Regierungsorganisationen ausgeliefert. Die NSA-Basis auf Hawaii, der Snowden zugeteilt war, hatte das Programm jedoch nicht installiert. Hauptgrund war, dass vor Ort nicht ausreichend Bandbreite vorhanden war, um sie komfortabel zu installieren und zu betreiben, was die Einführung verzögerte. Das geben nicht näher genannte Regierungsbeamte gegenüber Reuters an.

Entwickelt wurde das entsprechende Programm von Raytheon, um sogenannte „Insider-Gefahren“ zu bannen. Angefordert wurde die Software, nachdem auf Wikileaks im Jahr 2010 tausende streng geheime Dokumente veröffentlicht wurden.

Eine NSA-Sprecherin äußerte sich gegenüber Reuters nur sehr vage zu den Berichten. Demnach habe die NSA eine sehr große und komplexe IT-Infrastruktur und viele neue Funktionen würden für ihre Integration einige Zeit brauchen. Der IT-Dienstleister Raytheon wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.