Netzpolitik
09.02.2017

Techniker soll 50 Terabyte Daten von NSA gestohlen haben

Harold Martin wird in den USA angeklagt, weil er 50 Terabyte Daten aus NSA-Systemen gestohlen hat. Ihm drohen bis zu 200 Jahre Haft.

Harold Martin war - wie Edard Snowden - bei der Sicherheitsberaterfirma Booz Allen Hamilton beschäftigt. In dieser Funktion hat er Aufträge für die NSA erledigt, wie theverge schreibt. Dabei soll er bis zu 50 Terabyte geheime Daten entwendet haben. Dafür wird er jetzt in 20 Fällen angeklagt. Jeder dieser Anklagepunkte könnte ihm bis zu 10 Jahre Haft einbringen. Ob der 52-jährige Martin die angeblich entwendeten Daten in irgendeiner Form für eigene Zwecke genutzt hat, ist nicht bekannt. Seine Verhaftung wurde im Oktober 2016 öffentlich.

Wie die Washingot Post berichtet. könnte es sich bei dem mutmaßlichen Datendiebstahl um einen neuen Rekord in Sachen Entwendung von Regierungsgeheimnissen handeln. US-Beamte haben angedeutet, dass unter den entwendeten Dateien auch mindestens 75 Prozent einer Spionagewerkzeugsammlung der NSA enthalten sein könnten. Das würde die Informationen besonders wertvoll machen. Die Anklage weist darauf hin, dass Martin auch Daten der CIA, des US-Cyberkommandos und des National Reconnaissance Office entwendet haben soll. Die Daten soll Martin auf Systemen in seinem Haus aufbewahrt haben. Das Verfahren beginnt am 14 Februar in Balitmore. Martin hat seit 1993 für mindestens sieben verschiedene Regierungsorganisationen gearbeitet haben, durch seine Sicherheitseinstufung immer mit der Möglichkeit, auf sensible Daten zuzugreifen.