Netzpolitik
25.03.2018

Tim Cook hofft im Handelsstreit auf "kühle Köpfe"

Der Apple-Chef meldete sich am Samstag auf einer Konferenz in Peking zu Wort.

Apple-Chef Tim Cook setzt im Handelsstreit zwischen den USA und China auf moderate Kräfte. Er hoffe, dass sich die "kühlen Köpfe" durchsetzten, sagte der Manager am Samstag am Rande einer Konferenz in Peking.

Es habe Fälle gegeben, in denen im US-amerikanisch-chinesischen Handel nicht jeder profitiert habe oder der Nutzen nicht ausgeglichen gewesen sei. Zugleich warb Cook für einen offeneren Handel.

Konflikt

US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, zusätzliche Zölle auf chinesische Produkte im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar (48,60 Mrd. Euro) zu erheben. Das Handelsministerium in Peking erklärte daraufhin, man habe keine Angst vor einem Handelskrieg. Der Konflikt hat zu deutlichen Kursverlusten an den internationalen Aktienmärkten geführt.

Der Streit betrifft auch Hardware-Hersteller wie Apple, die einen Großteil ihrer Produkte in der Volksrepublik bauen lassen, um sie in anderen Staaten zu verkaufen. Elektronikprodukte gehören zu den wichtigsten Gütern, die die USA aus China einführen. Cook war im vergangenen Jahr mehrmals in China und war im Oktober unter Managern, die sich mit Präsident Xi Jinping trafen.