Netzpolitik
09.03.2017

Trump ist "extrem besorgt" über Wikileaks-Enthüllungen

Im US-Wahlkampf bekam Donald Trump Schützenhilfe von der Enthüllungsplattform. Nun will er mit aller Härte gegen Informanten vorgehen.

US-Präsident Donald Trump ist einem Sprecher zufolge "extrem besorgt" über das Datenleck bei der CIA, das die jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen ermöglicht habe. Präsidialamtssprecher Sean Spicer kündigte am Mittwoch zudem ein hartes Vorgehen gegen Informanten an: "Bei jedem, der vertrauliche Informationen weitergibt, wird die volle Härte des Gesetzes angewandt", sagte er.

Während des US-Wahlkampfes hatte Trump Wikileaks noch hoch gelobt. Hatte doch die Enthüllungsplattform rund 20.000 gehackte Mails aus dem Parteivorstand der Demokraten veröffentlicht, was Trump im Wahlkampf geholfen hatte.

Woher kommen die Unterlagen?

Woher die Dokumente stammen ist bislang nicht bekannt. Der Sicherheitsforscher Bruce Schneier geht davon aus, dass die Dokumente von einem "Outsider" stammen. Seine Begründung: In den Dokumenten befinde sich absolut nichts Illegales. Es sei genau das, was man von einem Geheimdienst wie der CIA erwarte, so Schneier. Das mache ein klassisches Motiv für Whistleblower sehr unwahrscheinlich.

Dass die beschriebenen Abhörtechniken aus den Jahren zwischen 2013 und 2016 stammen, sei ein weiteres Indiz darauf, dass die Dokumente von Außen kommen: "Ein ausländischer Geheimdienst, wie die Russen, würden die Dokumente, wenn sie frisch sind, selbst verwerten und erst später veröffentlichen."