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Netzpolitik
01/08/2020

Übler Scherz: US-Armee rekrutiert per SMS für den Dritten Weltkrieg

Fake-SMS haben in den USA eine Welle an besorgten Anrufen und E-Mails ausgelöst.

Am Dienstag warnte die US Army die Bevölkerung. Betrügerische SMS von vermeintlichen Rekrutierern seien in Umlauf. In einigen wird festgehalten, dass sich der Empfänger der Nachricht sofort zum lokalen Rekrutierungsbüro begeben soll, um „unverzüglich in den Iran abzureisen“. In anderen wird der Empfänger zum Antworten verpflichtet – ansonsten würde ihn eine Geldbuße sowie eine Gefängnisstrafe von mindestens sechs Jahren erwarten.

Laut der US-Streitkräfte sind zahlreiche Anrufe und E-Mails in Bezug auf die ominösen SMS eingegangen. Das Militär versichert: Sie sind gefälscht. Demnach würden keine Soldaten in einen Dritten Weltkrieg einbezogen. Dazu müssten der Kongress und Präsident Donald Trump erst eine Genehmigung erteilen, heißt es.

Weitere Angriffe geplant

Dennoch spitzt sich die Lage zwischen den USA und dem Iran nach dem Mord des Generals Qassem Soleimani zu. So hat der Iran in der Nacht auf Mittwoch seine Warnung wahr gemacht und zwei Militärbasen im Irak angegriffen, in der US-Soldaten stationiert sind. Laut dem Staatsfernsehen hat der Iran weitere und "noch verheerendere" Angriffe gegen die USA angedroht.

Die Angst der US-Bevölkerung wächst. Laut dem Selective Service System, eine US-Behörde, bei der alle männlichen US-Amerikaner im Alter zwischen 18 und 25 verzeichnet sind, war dessen Online-Portal umgehend nach dem Tod Soleimanis stillgelegt. Es wird vermutet, dass sich zahlreiche junge Amerikaner über das Einzugsalter in den Krieg informiert haben könnten.

Von wem die SMS ausgegangen sind, ist derzeit noch unklar. Laut The Verge würden Sicherheitsexperten dem Ursprung der Nachrichten auf dem Grund gehen.

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