Netzpolitik
01.07.2015

US-Außenamt veröffentlichte weitere E-Mails von Clinton

Das US-Außenministerium stellte knapp 2.000 weitere Dokumente ins Internet. Anfang März wurde bekannt, dass Clinton einen privaten E-Mail-Server nutzte.

Das US-Außenministerium hat einen weiteren Teil der E-Mails von Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin veröffentlicht. Knapp 2.000 E-Mails wurden am Dienstagabend vom Ministerium im Internet veröffentlicht. Der Schriftverkehr stammt aus dem Jahr 2009, dem Beginn ihrer Amtszeit.

Privater E-Mail-Server

Auf den ersten Blick beinhalten die E-Mails Termine, Kommunikation mit Mitarbeitern und Beratern, diplomatische Depeschen zu China sowie Besorgnis über einen Besuch des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in den USA im Jahr 2009.

Über die E-Mails der Ex-Ministerin hatte es zuletzt Streit gegeben. Anfang März war bekannt geworden, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin von 2009 bis 2013 kein offizielles E-Mail-Konto genutzt hatte, sondern ihre private E-Mail-Adresse. Mitarbeiter hatten ihre Mails zudem nicht auf den Ministeriumsservern gesichert. Im Dezember übergab Clinton 55.000 Seiten an dienstlichen E-Mails zu Archivierungszwecken an das Außenministerium. Im März versprach sie, ihre E-Mail-Korrespondenz öffentlich zu machen.

Geschwärzt

Das Außenministerium geht die Dokumente derzeit durch und schwärzt Stellen mit vertraulichen Angaben. Bis Ende Oktober soll die Hälfte der E-Mails veröffentlicht werden, das gesamte Archiv bis zum 20. Jänner. Ein erster Teil von knapp 300 E-Mails mit Bezug zu Libyen war Ende Mai veröffentlicht worden. Clinton bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Demokratischen Partei und gilt dabei als Favoritin.