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USA
11/26/2011

US-Behörden beschlagnahmen über 130 Domains

In der größten derartigen Aktion haben die US-Behörden wieder eine große Anzahl an Web-Adressen beschlagnahmt. Dabei dürfte es sich überwiegend um URLs von Seiten handeln, die das Markenrecht verletzen. Die rechtliche Grundlage für dieses Vorgehen in den USA wackelt derzeit noch.

Die US-Justizbehörde und die Zollbehörde haben wieder zahlreicher Domains beschlagnahmt, um Piraterie und Fälschungen vorzubeugen. Die Webseite TorrentFreak hat eine Liste betroffener Internet-Adressen zusammengestellt. Den URLs zufolge dürfte es sich bei einem Großteil der Seiten um Fälschungsdelikte handeln. Unter den Domains finden sich etwa Namen wie officialpumashop.com oder cheap-nflshop.com. Betroffen sind dabei nur die URLs und nicht der Inhalt der Webseiten. Besucher der Domains finden nun anstatt den gewohnten Inhalten eine Nachricht der US-Behörden.

Die aktuelle Welle an Beschlagnahmungen kam genau ein Jahr, nachdem der erste derartige Schlag durchgeführt wurde. Damals wurden mehr als 80 URLs konfisziert, darunter auch die populäre BitTorrent-Suchmaschine torrent-finder.com. Viele betroffene Seiten sind danach sehr schnell zu alternativen Domains gewechselt, mehrere BitTorrent-Seiten haben sicherheitshalber weitere Ersatz-URLs eingekauft. Damals wurde die Aktion „Cyber Monday Crackdown“ getauft, in Anspielung auf den Montag nach dem Erntedankfest, wo Kunden dazu gebracht werden sollen, online einzukaufen.

Eine genaue rechtliche Grundlage für das Vorgehen der Behörden steht derzeit noch aus. Der Gesetzesentwurf „Stop Online Piracy Act“ (SOPA), der derartige Aktionen dezidiert legitimieren soll, wird derzeit von den US-Gesetzgebern diskutiert.

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