Netzpolitik
15.03.2016

WhatsApp will auch Sprach- und Gruppenchats verschlüsseln

Führende Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley, darunter WhatsApp, Facebook, Google und Snapchat arbeiten daran, Nutzerdaten besser zu schützen.

Die Tech-Firmen wollen ihrer Unterstützung von Apple im Streit mit dem FBI um die Entschlüsselung des iPhones eines islamistisches Attentäters nun Taten folgen lassen, berichtet der „Guardian“. WhatsApp werde in den nächsten Wochen die Verschlüsselung auf Sprach- und Gruppen-Chats ausweiten, so die Zeitung. Der zu Facebook gehörende Messaging-Dienst hatte 2014 damit begonnen, Textnachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu versehen und die Verschlüsselung stufenweise ausgeweitet.

Auch Snapchat arbeite an einem sicheren Messaging-System und Google wolle Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der der Konzern bei E-Mails experimentierte, auch bei anderen Produkten zum Einsatz bringen, heißt es weiter.

Konfrontationskurs

Die Tech-Unternehmen gehen damit auf Konfrontationskurs mit den US-Behörden. Seit Wochen sorgt der Streit über die Entschlüsselung des iPhones des islamistischen Attentäters von San Bernardino zwischen Apple und dem FBI für Schlagzeilen. Facebook, Google, Snapchat und Twitter hatten sich, wie auch zahlreiche andere Technologieunternehmen, in dem Streit hinter Apple gestellt. Kommende Woche ist vor einem kalifornsichen Gericht eine Anhörung in der Causa angesetzt.