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02/20/2020

Android 11: Das sind die wichtigsten neuen Funktionen

Die Vorschau auf Android 11 enthält einige, lang erwartete neue Features und zahlreiche kleinere Neuerungen.

von Florian Christof

Google hat die erste Entwicklerversion der kommenden Android-Version 11 veröffentlicht. Die Developer-Preview gibt einen Einblick in die neuen Funktionen des Betriebssystems. Die Neuerungen fokussieren sich auf die Verbesserung der Messaging-Funktionen, überarbeitetes Share-Menü und besseren Datenschutzeinstellungen.

Chat-Bubbles

Die so genannten Chat-Bubbles kennen Android-User vielleicht vom Facebook-Messenger. Diese kleinen Sprechblasen-ähnlichen Symbole bleiben dabei permanent auf dem Start-Screen sichtbar - auch wenn die App geschlossen und die Unterhaltung pausiert wird. Der Vorteil der Bubbles: man hat einen schnellen Überblick über laufende Konversationen und kann rasch wieder zur App wechseln, um die Unterhaltung fortzuführen.

So wie es aktuell aussieht, unterstützt allerdings lediglich die Google-eigene Messaging-App namens "Messages" die Chat-Bubbles. Bis zur Veröffentlichung der finalen Android-11-Version könnte die Bubbles-Funktion allerdings auch auf andere Apps, wie WhatsApp, Signal oder Telegram ausgedehnt werden.

Konversationen in den Benachrichtigungen

Neben den Chat-Bubbles wartet Android 11 auch mit einer größeren Neuerung im Bereich der Notifications auf. Erhält man eine Push-Notification - etwa über eine neue WhatsApp-Nachricht - hat Google das Schnellantwortmenü in der Benachrichtigungsleiste erweitert.

So ist es in Zukunft möglich, gleich vorgefertigte Antworten zu versenden. Offenbar versucht Google passende Antworten auf die jeweilige Nachricht vorzuschlagen. Auf ein simples "Hi" bekommen User beispielsweise "How are you?", "What are you doing?", "What's up?" und ein lachendes Emoji vorgeschlagen. Ähnliches gibt es bereits Gmail. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dieses Feature zu Beginn nur in Englisch verfügbar sein wird.

App-Berechtigungen

Bereits in Android 10 wurden die Berechtigungen für die einzelnen Apps gegenüber der Vorgängerversion stark überarbeitet. Mit Android 11 sollen die App-Permissions noch einmal verbessert werden.

In der Developer-Preview ist es möglich, den einzelnen Apps zeitlich begrenzt Zugriff auf die Kamera, auf das Mikrofon oder die Standortdaten zu gewähren.

Screen-Recording und Screenshots

Eine Beta-Version von Android 10 hatte bereits eine Screen-Recording-Funktion auf Systemebene. In der finalen Android-10-Version verzichtete Google allerdings auf dieses Feature. Nun gibt es einen neuen Anlauf.

In einer vollständig überarbeiteten Benutzeroberfläche kehrt die Screen-Recording-Funktion in die Developer-Preview von Android 11 zurück. Auch die Screenshot-Funktion erhält durch die neue Android-Version kleinere Neuerungen.

Dark Mode

Der systemweite Dark Mode lässt sich unter Android 11 automatisch ein- und ausschalten. So ist es künftig möglich, eine Uhrzeit festzulegen, zu der sich der Dark Mode de- beziehungsweise aktiviert. Darüber hinaus kann der Dark Mode zum Zeitpunkt des Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ein- oder ausgeschalten werden.

Share Menü

Eine Funktion, die ebenso bereits aus einer Android-10-Beta bekannt ist, könnte mit Android 11 den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. So lassen sich bestimmte Apps im Share-Menü als Favoriten festlegen.

Versendet man etwa gerne Links mit einem Messenger-Dienst, wird die entsprechende App im Share-Menü immer als erstes angezeigt.

Gestensteuerung und Flugmodus

Für die "Motion Sense"-Funktion am Google Pixel 4 bringt Android 11 offenbar eine neue Möglichkeit, die Musikwiedergabe zu pausieren beziehungsweise zu starten.

Eine kleine, aber praktische Neuerung steckt im Flugmodus. Wird dieser eingeschalten, deaktiviert sich die Bluetooth-Verbindung nicht länger automatisch. Bislang wurde sowohl Bluetooth als auch das WLAN deaktiviert, sobald das Smartphone in den Flugmodus wechselte.

Abgesehen davon gibt es noch zahlreiche kleinere Neuerungen: Die Unterstützung von Waterfall-Displays, Kamera-löchern im Bildschirm und faltbare Geräte soll mit Android 11 verbessert werden. Auch an einer besseren 5G-Integration wird gearbeitet.

Eine frühe Vorschau

Um sich nicht zu früh oder vergebens auf neue Funktionen zu freuen, sollte man im Hinterkopf behalten, dass es sich bei der veröffentlichten Android-11-Version um eine frühe Developer-Preview handelt. Bis Android 11 tatsächlich an die Nutzer verteilt wird, vergehen noch einige Monate, in denen Funktionen wieder verschwinden aber auch neue Features hinzukommen können.

Installieren lässt sich die Entwicklerversion von Android 11 nur auf den Google-Smartphones Pixel 2, 3, 3A und 4. Außerdem ist dabei zu bedenken, dass eine Installation sämtliche Daten auf dem Gerät löscht.

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