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06/22/2020

Aus für Intel-Prozessoren: Apple steigt noch 2020 um

Angekündigte Revolutionen finden im Normalfall nicht statt. Apple hingegen will keine Zeit verlieren.

von Martin Stepanek

Apple-CEO Tim Cook sprach am Montagabend von einem "historischen Tag". Und tatsächlich beginnt mit dem Wechsel von Intel-Prozessoren auf die Apple-eigenen ARM-Chips eine neue Mac-Ära. Und so vorhersehbar diese Ankündigung auf der Entwicklerkonferenz WWDC war, überraschte Apple am Schluss dennoch mit der Geschwindigkeit der Umsetzung.

Adobe und Microsoft an Bord

Noch 2020 will Apple einen Mac mit einem eigenen ARM-Prozessor auf den Markt bringen. Der gesamte Umstieg soll bereits in zwei Jahren abgeschlossen sein. Insider hatten im Vorfeld nicht vor kommendem Jahr mit einem derartigen Gerät gerechnet. Auch dass Apple sämtliche eigene Programme am Tag 1 für die neue Plattform bereithaben wird, ist ein gutes Zeichen. Dazu kommt, dass offenbar auch Microsoft und Adobe ihre Software zum Start fertig haben werden.

Die vollmundige Ankündigung, dass Entwickler ihre bestehenden Mac-Programme innerhalb weniger Tage fit für die neuen Macs machen können, ist zumindest ein gutes Zeichen. Schafft es Apple mit seinen Prozessoren tatsächlich, die notwendige Leistung zu liefern und gleichzeitig die Energieeffizienz zu bewahren, wie wir es von iPads und iPhones gewohnt sind, könnte das in puncto Akkulaufzeit eine kleine Revolution im traditionellen Computermarkt bedeuten.

macOS Big Sur vorgestellt

Mittelfristig könnte die Verwendung der gleichen Chips in iPhones, iPads und Macs auch alle Apple-Betriebssysteme zusammenführen und die Grenzen zwischen Smartphone, Tablet und traditionellem Computer endgültig niederreißen. Darauf deutet auch das neue Mac-Betriebssystem Big Sur hin, das im Herbst veröffentlicht wird. Es nimmt deutliche Anleihen beim iPad, was Benutzeroberfläche, Design, aber auch einige Funktionalitäten betrifft.

Dass sich Apple bei der Weiterentwicklung von macOS offenbar stark am Betriebssystem seiner mobilen Geräten orientiert, ist ein interessanter Hinweis, dass Apple die Zukunft des Computers näher beim Tablet als beim klassischen Mac sieht. Das zeigt sich auch bei einigen macOS-Programmen wie Messages, das Funktionen und Design der existierenden iPhone- und iPad-App übernimmt.

Safari mit großem Update

Die App, der Apple am Montagabend viel Aufmerksamkeit schenkte, ist Safari. Der Browser ist durch die Standardeinstellung auf iPhones und iPads weithin verbreitet. Aber auch auf dem Mac will Apple Google Konkurrenz machen. 50 Prozent schneller soll Safari im Vergleich zu Chrome bei vielen Webseiten sein. Punkten will Apple zudem mit weitaus umfangreicheren Privatsphäre-Einstellungen als Google.

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