Produkte 15.03.2018

Bericht: Kabelloses Laden schadet iPhone-Akkus

iPhone X © Bild: Apple

Wer sein iPhone kabellos auflädt, läuft Gefahr, die Batterie schneller zu ermüden. Offenbar werden mehr Ladezyklen ausgelöst.

Mit dem iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus gibt es erstmals die Möglichkeit, Apple-Smartphones induktiv ohne Kabel zu laden. Während Apples Zubehör - eine Ladematte, auf die mehrere Geräte gelegt werden können, wohl erst im März auf den Markt kommt, nutzen viele User diese Möglichkeit mit Zubehör von anderen Herstellern. Wie der ZDnet-Journalist Adrian Kingsley-Hughes berichtet, soll dies aber zu Lasten des Akkus gehen. Man brauche weitaus mehr Ladezyklen als beim Laden über Kabel.

iPhone ladet ständig Akku nach

Kingsley-Hughes nimmt dabei Apples eigene Auskunft als Gradmesser, die bis zu 80 Prozent der ursprünglichen Akku-Kapazität bei 500 vollen Ladezyklen verspricht. Dem Journalisten zufolge haben die verbrauchten Ladezyklen drastisch zugenommen, seit er von Kabel auf induktives Laden umgestiegen ist. Seinen Berechnungen zufolge habe er auf diese Weise mit dem iPhone bereits 135 Zyklen in weniger als sechs Monaten verbraucht. Die magische 500er-Zahl werde so in 20 Monaten erreicht, während das beim Laden mit Kabel sonst drei Jahre dauerte.

Der Journalist führt den Anstieg der verbrauchten Ladezyklen auf den Umstand zurück, dass das Handy auf dem Ladepad dauernd die Batterie lade, während es über das Kabel nur bis 100 Prozent geladen werde und dann quasi direkt über das Kabel mit Strom versorgt werde. Benutze man das Handy folglich auch untertags während des Ladens, befinde es sich durch die indirekte Energiezufuhr über ein Ladepad immer im Ladezustand. Das würde die vielen Ladezyklen erklären, was sich auch negativ auf die Lebensdauer des Akkus auswirken dürfte.

( futurezone ) Erstellt am 15.03.2018