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11/28/2019

Chinas Tesla-Rivale kostet ein Drittel des Model S

Der P7 des chinesischen Start-ups Xpeng kann nun vorbestellt werden und wird zum Kampfpreis angeboten.

von Florian Christof

Das chinesische Start-up Xpeng hat auf der Shanghai Auto Show im April für Aufsehen gesorgt. Damals präsentierte das junge Unternehmen seinen P7 - ein Elektroauto, das vielfach als "chinesischer Tesla" bezeichnet wurde.

Ab sofort nimmt Xpeng nun Vorbestellungen für den P7 an und macht damit erneut von sich reden: Dieses Mal wegen dem Kampfpreis. Das Elektroauto kostet umgerechnet zwischen 34.800 und 48.000 Euro. Damit ist der P7 bis zu ein Drittel günstiger als das Tesla Model S.

Dabei ist das Timing von Xpeng bemerkenswert: Erst vor wenigen Tagen hat Tesla sein erstes in China gefertigte Model 3 zur Schau gestellt. Das Model 3 "Made in China" kostet umgerechnet mindestens 46.000 Euro.

Hohe Reichweite, smarte Funktionen

Die Allrad-Version des P7 wird von einem Dual-Motor angetrieben. Die beiden Elektromotoren bringen gemeinsam eine Leistung von 316 kW (430 PS) auf die Straße - 120 kW auf die Vorderachse, 196 kW auf die Hinterachse. Das Drehmoment wird mit 655 Nm angegeben.

Von 0 auf 100 soll es der P7 damit in 4,3 Sekunden schaffen. Die Reichweite der AWD-Version gibt Xpeng mit 550 Kilometer an, allerdings nach dem NEFZ-Messverfahren.

Die Version mit einem Single-Motor hat ein Drehmoment von 390 Nm und eine Leistung von 196 kW auf der Hinterachse. Der Sprint auf 100 km/h soll sich damit in 6,7 Sekunden ausgehen. Bei dieser Version erhöht sich die Reichweite auf 650 Kilometer (NEFZ).

Das Innere des Fahrzeugs ist von großen Touchscreens geprägt. Vernetzung und smarte Funktionen werden großgeschrieben. Xpeng vermarktet daher den P7 auch als besonders "smartes Fahrzeug". Es habe 47 Sensoren und an die 50 "interaktiven Instrumente" im Cockpit. Eine Erklärung, was genau damit gemeint ist, ist Xpeng noch schuldig.

X-Pilot statt Autopilot

Der Xpeng P7 verfügt über ein ähnliches Fahrassistenzsystem wie die Elektroautos von Tesla. Während die Funktion bei Tesla als Autopilot bezeichnet wird, sagt man bei Xpeng "X-Pilot" dazu.

Im Frühjahr 2019 hatte der US-Autohersteller einem ehemaligen Mitarbeiter vorgeworfen, den Autopilot Source-Code gestohlen zu haben. Kurz darauf habe der Mitarbeiter bei Tesla seinen Abgang verkündet, um seinen neuen Job bei Xpeng anzutreten.

Prominente Unterstützer und Geldgeber

Mitte November konnte Xpeng bei Investoren insgesamt 400 Millionen Dollar einstreifen. Unterstützt wird das Start-up dabei von Alibaba und Foxconn. Auch der chinesische Smartphone- und Elektronikhersteller Xiaomi konnte als strategischer Investor gewonnen werden. Zuvor hat bereits Xiaomi-Gründer und CEO Lei Jun privat Geld in das Unternehmen gesteckt.