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Weihnachten
12/15/2011

Die besten Last-Minute-Fotogeschenke

Kurzfristig gekaufte Weihnachtsgeschenke müssen nicht immer einfallslos sein. Gerade selbst gemachte und gedruckte Fotos sind beliebte und persönliche Aufmerksamkeiten, die bei Bedarf auch schnell besorgt werden könnten.

von Thomas Prenner

Gedruckte Fotos sind seit jeher ein beliebtes Weihnachtsgeschenk und gelten gerade in Zeiten digitaler Fotografie als charmant. Dabei spielt auch die kurzfristige Verfügbarkeit eine Rolle, denn bereits geschossene Fotos können sehr schnell in ein Geschenk umgewandelt werden. Im Dezember steigt die Nachfrage jedes Jahr deutlich an, das bestätigen auch die Fotogeschäfte in Österreich.

„Im Dezember erzielen wir in der Regel etwa den doppelten Durchschnittsumsatz der restlichen Monate. Laut aktuellen Zahlen hat sich das dieses Jahr noch um eine Spur gesteigert“, erklärt etwa Gerhard Hinterleitner, Geschäftsführer des Fotolabors Cyberlabs in der Wiener Schottenfeldgasse, im Gespräch mit der futurezone.

Das Fotobuch
Eines der beliebtesten Produkte ist ein klassisches Fotobuch. Das wird von nahezu allen großen Druckereien angeboten und kann auch bei verschiedenen Online-Services wie bei Hartlauer, DM oder auch bei Hofer bestellt werden. Werden Fotobücher von Hand gebunden und dann noch über den Postweg versandt, kann es für Weihnachten schon sehr eng werden, damit das Buch am Heiligabend in Händen gehalten werden kann.

Rechtzeitige Lieferung vor Weihnachten garantiert etwa photo-druck.at, dabei muss das Buch aber bis Freitag 16. Dezember bestellt werden.  Ein paar Tage hat man noch bei Hartlauer Zeit, bei Postversand kann man noch bis Sonntag bestellen, bei Abholung im Geschäft bis Dienstag, den 20. Diese Fristen gelten allerdings nur bei Online-Bestellungen. Beim DM-Fotoservice müssen Fotobücher, je nach Typ, entweder bis Donnerstag, 15. oder bis Samstag, 17. Dezember bestellt werden, damit sie rechtzeitig in einer Filiale zum Abholen bereit stehen.

Deutlich schneller sind „Quickbook“-Lösungen. Grundlage ist ein Fotoautomat, der einen Großteil der Arbeit automatisch übernimmt. Als Nutzer muss man nur die gewünschten Fotos auf einem Datenträger mitbringen, Cover- und Rückseiten-Foto auf dem Automaten auswählen und der Rest wird auf Wunsch automatisch auf die Seiten angepasst. Nach rund 15 Minuten hält man das fertige Produkt in Händen. Erhältlich ist diese schnelle Variante (zehn Seiten etwa 20 Euro) nur in Geschäften, die mit derartigen Geräten ausgestattet sind, wie etwa dem Cyberlab. Die Gestaltung kann auch zu Hause mit entsprechender Software übernommen werden.

Leinendrucke
Ein wenig aufwendiger sind Fotogemälde aus Leinen. Dabei wird das Foto auf ein entsprechendes Material gedruckt und auf einen Holzrahmen montiert, die Größe ist dabei flexibel. Die Leinendrucke sind eine günstige und schnellere Alternative zu anderen Drucksorten, wie etwa auf Alu-Dibond und hinter Acyrlglas, was ebenfalls oft angeboten wird. Bei den Leinenbildern ist man bei den verschiedenen Anbietern ab etwa 40 Euro dabei.

"Das Leinenbild ist gerade noch als pünktliches Weihnachtsgeschenk möglich", erklärt Hinterleitner. Absolute Deadline ist Montag, der 19. Dezember, damit das Bild noch bis Weihnachten fertig wird. Bei den anderen Anbietern wird es hier oft schon zu eng, ein wenig Zeit hat man noch bei DM, die Freitag, den 16. als letztmöglichen Bestelltermin nennen.

Diverses
Wer weder Fotobücher, noch Leinendrucke will, hat noch eine Reihe anderer Möglichkeiten, Fotos zu schenken. Normale Drucke von einer Größe von bis zu 30 mal 45 Zentimeter können sehr schnell realisiert werden. „Normalerweise drucken wir so etwas innerhalb von vier Stunden – in der Weihnachtszeit brauchen wir aufgrund des starken Geschäfts etwa acht Stunden.“ Versandanbieter haben dementsprechend kurzfristigere Deadlines, bei Hofer wird etwa angegeben, dass nur noch normale Abzüge rechtzeitig geliefert werden können, sofern noch bis Freitag, den 16. Dezember bestellt werden. Bei DM und Hartlauer hat man noch bis 19. Zeit.

Je nach Geschmack kann man den einfachen Ausdruck noch in einen Rahmen geben und verschenken. Hinterleitner gibt dabei eines zu beachten: „Wenn man ein Foto hinter einen Glasrahmen gibt, immer matt und nicht glänzend ausarbeiten“. Auf Wunsch kann man seine Fotos natürlich auch auf Tassen, T-Shirts oder in Kalenderform bestellen. Kalender können ebenfalls oft selber über entsprechende Software gestaltet werden. Bei T-Shirts oder Tassen sollte man die Grenzen des guten Geschmacks vielleicht nicht allzusehr auslotsen und sich zwei Mal überlegen, welches Foto tatsächlich auf ein T-Shirt soll.

Abholung
Bevor man im Druckstudio seines Vertrauens die Bestellung für ein Weihnachtsgeschenk aufgibt, sollte man sich jedenfalls erkundigen, ob das Produkt auch rechtzeitig bis Weihnachten fertig wird. Die Weihnachts-Deadlines sind meistens auch auf den jeweiligen Homepages verzeichnet. Mit eventuellem Postversand wird es in der letzten Weihnachtswoche oft trotzdem eng, wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Geschenke persönlich abholen.

Auch auf die Auflösung des Quellfotos sollte man achten. Wenn man die Fotos direkt über eine entsprechende Software an die Druckerei schickt, ist jedoch meist eine Warnfunktion enthalten, die bei zu geringer Bildqualität Alarm schlägt.

Die Druckereien