© TU/ecomotive/ Bart van Overbeeke Fotografie

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10/24/2020

Elektroauto "Luca" wird aus Müll gebaut

Der Prototyp wurde aus Flachs, Haushaltsmüll und recycelten PET-Flaschen hergestellt.

Ein Forschungsteam der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden hat ein Elektro-Auto aus recyceltem Plastik entwickelt. Das Team TU/ecomotive verwendete für den Stromer "Luca" hauptsächlich Flachs, Haushaltsmüll und recyceltem Plastik, etwa PET-Flaschen. „Ein Großteil davon wurde aus dem Ozean gefischt“, teilt das Team mit. Zudem wurde das Hartplastik-Material ABS verbaut, das für Spielzeug, Fernseher und Küchenutensilien verwendet wird.

Da PET nicht häufiger als 10 Mal recycelt werden kann, hat man es im E-Auto verbaut: "Schließlich halten zehn Autos länger als zehn Plastikflaschen". Für den Space-Rahmen wurde recyceltes Aluminium verwendet. Das Team versuchte, die Materialmenge des Zweisitzers so weit wie möglich zu reduzieren. Damit würde er leichter und effizienter.

Leichtgewicht

Tatsächlich wiegt der kleine Stromer nur 360 Kilogramm. Die Batterie bringt zusätzlich lediglich 60 Kilogramm auf die Waage. Zum Vergleich, der Akku eines Tesla Model S wiegt laut Teslarati 600 kg. Nach eigenen Angaben hat der Luca damit eine Reichweite 220 Kilometern. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 90 km/h. 

Das Fahrzeug ist mit 2 Elektromotoren ausgestattet. Diese befinden sich in den beiden Hinterrädern. So will man die Energie möglichst effizient nutzen. 92 Prozent der Akkuleistung soll sich so auf die Räder übertragen. Statt einem eingebauten Display soll man das eigene Smartphone als Infotainment-System nutzen. Zudem gibt es für die wichtigsten Informationen ein Heads-up Display. Die beiden Sitze im Innenraum sind mit Kissen aus einem Gemisch aus Kokosnuss- und Pferdehaaren ausgestattet. 

Mit dem Stromer will das Team mehr Bewusstsein für Recycling und Kreislaufwirtschaft schaffen. „Wir wollen mit dem Auto aufzeigen, dass Müll ein wertvolles Material ist, selbst in komplexen Anwendungsbereichen wie bei einem Fahrzeug“, sagt Matthijs van Wijk von TU/ecomotive. 

Auch große Fahrzeughersteller wie VW, BMW und Volvo nutzen zunehmend recyceltes Material für ihre Fahrzeuge. So besteht der Polestar von Volvo aus recycelte PET-Flaschen, wiedergewonnene Fischernetze und recyceltes Kork-Vinyl. Für den ID.4 von VW und den i3 von BMW wurden im Innenraum zumindest Teilweise recycelte PET-Flaschen verwendet. 

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