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Online-Banking
07/12/2013

Erste Bank präsentiert QuickCheck-App

Die Erste Bank präsentiert mit “QuickCheck” eine in Österreich neuartige App und will damit ihr mobiles Serviceangebot aufstocken. Aufgrund des Trends sowie der hohen Nachfrage nach mobilen Bankgeschäften wolle man das Modell “Bank” von Grund auf neu verstehen und Kundenbeziehungen neu erfinden, so Leiter des hauseigenen Innovationslabors “Erste Hub”, Boris Marte.

In den vergangenen Monaten präsentierte die Erste Bank eine Reihe an neuen Smartphone-Applikationen wie beispielsweise den “Finanz Manager” zur einfacheren Abwicklung mobiler Bankgeschäfte. Nun soll mit der App “QuickCheck” (erhältlich für iOS und Android) laut der Bank ein “weiterer Schritt in Richtung in Mobilisierung des Bankgeschäftes” erfolgen. Laut einer Analyse des Austrian Internet Monitors (AIM) können sich mittlerweile 1,6 Millionen Österreicher vorstellen, ihre Zahlungsgeschäfte auch per Handy abzuwickeln.

Diesen Trend wolle man seitens der Erste Group aufgreifen. Einer Studie der Bankengruppe zufolge sollen Netbanking-Kunden nur etwa zehn Mal pro Monat eBanking nutzen, während bei Personen, die ihre Bankgeschäfte per Smartphone abwickeln, rund 20 Zahlungen monatlich im gleichen Zeitraum via mobile banking abgewickelt werden. “Die Erwartungshaltung der Kunden gegenüber ihrer Bank habe sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Die Klienten legen mehr Wert auf Transparenz, Geschwindigkeit und Zugänglichkeit”, sagt Peter Bosek von der Erste Bank.

Das kann QuickCheck
Nach eigenen Angaben nutzen bereits mehr als 300.000 Kunden die netbanking-App der Erste Bank und Sparkassen. Nun will man mit der neuen App das Angebot an mobiler Dienstleistung erweitern. Bei “Quickcheck” handelt es sich um eine reine “Informationsapp”, denn Zahlungen oder Überweisungen können mit dieser Applikation nicht getätigt werden. Bezüglich etwaigen Datenschutzbedenken teilte die Erste Bank auf futurezone-Anfrage mit, dass die benötigten Daten verschlüsselt übermittelt werden.

Mithilfe der Applikation lassen sich Kontostand, etwaige geborgte Geldbeträge von Freunden sowie der generelle Zahlungsverkehr überwachen. So ist es zum Beispiel mit der Funktion “Watchdog” möglich, dass Kunden bei bestimmten Kontobewegungen automatisch Benachrichtigungen erhalten, sofern dies vorher eingerichtet wurden.

Anmelden kann man sich entweder im sogenannten “Easy Access”-Modus oder mithilfe eines herkömmlichen Logins mit den jeweiligen netbanking-Daten. Via “Easy Access” bleibt man dauerhaft mit seinem Smartphone eingeloggt und mit nur wenigen Klicks können Daten wie etwa der Kontostand abgerufen werden. Auch IBAN und BIC können per Copy & Paste-Funktion direkt in Messaging-Programme kopiert werden, um das Versenden von Kontoinformationen schneller zu ermöglichen.

Weitere Apps in Aussicht
Im Rahmen ihrer App-Strategie plant die Erste Group ihr mobiles Angebot fortlaufend aufzustocken. “Wir wollen dem Kunden nicht eine einzige, unüberschaubare App zumuten, sondern für jede Funktion eine eigene Applikation zur Verfügung stellen.”, so Entwicklerin Isabella Frey. Die Filialen bleibe dennoch äußert wichtig. Immerhin wickeln 45 Prozent der Kunden ihre Geschäft regelmäßig in einer Bankfilialen ab, so Bosek.

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