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PIN-Eingabe Erste schafft Unterschrift bei Kreditkarten ab.

PIN statt Unterschrift heißt es in Zukunft bei Erste Bank und Sparkassen
PIN statt Unterschrift heißt es in Zukunft bei Erste Bank und Sparkassen - Foto: ap/Martin Meissner
Ab 1. Oktober stellen Erste Bank und Sparkassen ihr Kreditkarten-System um. Bezahlvorgänge werden künftig mit PIN-Code statt mit Unterschrift quittiert.

Kunden von Erste Bank und Sparkassen, die über eine von der Bank ausgegebene Kreditkarte verfügen, müssen in Zukunft beim Bezahlen eine vierstellige PIN eingeben. Das Unterschreiben im Geschäft auf der ausgedruckten Papier-Quittung entfällt. Betroffen sind vorerst nur Kunden, die nach dem 1. Oktober eine neue Visa- und Mastercard der Bankengruppe ausgehändigt bekommen. Bei bestehenden Kreditkarten, die noch über den 1. Oktober hinaus gültig sind, ändert sich vorerst nichts, teilte die Bank mit.

Höhere Sicherheit

Bei der Bank begründet man die Umstellung mit der höheren Sicherheit von PIN-Eingaben vs. Unterschrift. "Der internationale Trend geht eindeutig in diese Richtung. Wenn die Karte entwendet wird, kann sie ohne Wissen des PINs nicht für größere Transaktionen verwendet werden. Im Fall der Unterschrift, die auf der Karte abgebildet ist, gibt es immer das Risiko, dass diese beim Zahlen mit einer entwendeten Karte gefälscht wird", erklärt Ertan Piskin, Leiter des Kartengeschäfts bei der Erste Bank.

Um Kunden diese Neuerung zu erleichtern, kann der persönliche PIN auch selber gewählt werden. Um den von der Bank zugeschickten vierstelligen Code zu ändern, gibt man diesen bei einem Bankomat in einer Erste- oder Sparkassenfiliale ein und wählt dann einen neuen. Die Karte ist unmittelbar danach wieder einsatzbereit. Die Option soll verhindern, dass sich Kunden einen weiteren fremdbestimmten Code merken müssen.

Kontaktlos zahlen

Mit der Umstellung auf PIN-Eingabe ab 1. Oktober werden alle neuen Karten zudem auf NFC-Technologie umgestellt. Bisher wurde diese Option nur bei Mastercard-Kreditkarten angeboten, künftig werden auch alle Visa-Kreditkarten auf die Kontaktlostechnologie umgestellt. Wie bei der Bankomatkarte kann dann bei NFC-fähigen Kassenterminals weltweit mit bloßem Hinhalten der Karte bezahlt werden. Bis 25 Euro sind Bezahlungen ohne PIN möglich, darüber hinaus bzw. wenn wiederholte Transaktionen durchgeführt werden, muss wie bei der Bankomatkarte der PIN eingegeben werden.

"Wie wir bei den Bankomatkartenzahlungen beobachten können, ist der Trend zum kontaktlos zahlen ungebrochen. Schon jetzt werden weit über ein Drittel aller Bankomatkartenzahlungen per NFC durchgeführt, Tendenz stark steigend", sagt Piskin auf futurezone-Nachfrage. Dass die Technologie nun auch bei den eigenen Kreditkarten eingesetzt werde, sei nur logisch.

Schnellerer Bezahlvorgang

"Die PIN-Eingabe ist in diesem Fall nicht nur sicherer, sondern auch bequemer und schneller. Sonst muss man nach dem schnellen kontaktlosen Zahlen erst wieder warten, bis die Quittung ausgedruckt ist, der Kugelschreiber gefunden wurde und man unterschrieben hat", sieht der Kartenverantwortliche der Erste Bank einen weiteren Vorteil für die vierstellige Zifferneingabe. 

Laut der Österreichischen Nationalbank sind in Österreich aktuell 3,33 Millionen Kreditkarten im Umlauf, die Zahlungen im Wert von 13 Milliarden Euro im Jahr abdecken. Der durchschnittliche Betrag pro Transaktion ist mit 89 Euro relativ hoch. Das dürfte sich mit der flächendeckenden Verbreitung von NFC-Karten aber ändern, da diese laut aktuellen Zahlen gern für Klein- und Kleinstbeträge unter 25 Euro verwendet werden. Mit 570.000 ausgegebenen Kreditkarten und einem Marktanteil von 17 Prozent zählt die Bankengruppe zu den größten Kreditkarten-Anbietern in Österreich.
 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen. Die redaktionelle Verantwortung obliegt allein der futurezone-Redaktion.

(futurezone) Erstellt am 29.09.2017, 06:00

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