Mobil
11/03/2010

EU und Privatfirmen unterstützen Symbian mit 22 Mio. Euro

Die EU-Kommission und Unternehmen aus acht Mitgliedsstaaten wollen Symbian als europäische Alternative zu Android und iOS stärken. Das Geld fließt dem SYMBEOSE-Konsortium zu, das nun neue Entwicklungsprojekte starten will.

Das unter starkem Konkurrenz-Druck stehende Symbian-Betriebssystem erhält 22 Millionen Euro Unterstützung von Seiten der EU und Privat-Investoren. Das Geld kommt von der ARTEMIS Joint Technology Initiative, einer teils öffentlichen, teils privaten Forschungs- und Entwicklungs-Initiative der EU. Diese stockt das Kapital auf, das 24 Unternehmen aus acht Ländern für das SYMBEOSE-Konsortium gestiftet haben. SYMBEOSE steht für "Symbian - the Embedded Operating System for Europe". Der programmatische Titel erzählt grundsätzlich, worum es geht: Symbian soll als europäische Alternative zu Smartphone-Betriebssystemen aus den USA, wie Android oder iOS, unterstützt werden.

Symbian ist in Nokia-Hand. Ursprünglich wurde das System von Psion entwickelt, später einem Joint Venture von Nokia, Sony Ericsson, Motorola und Psion untergeordnet und schließlich 2008 von Nokia gekauft. Nokia veröffentlichte daraufhin den Programmcode und überließ die Verwaltung der Symbian Foundation. Diese stellt jedoch keine eigenen Entwickler an. Symbian wird stattdessen von 4.000 Nokia-Entwicklern vorangetrieben.

In den letzten Jahren hat Symbian allerdings die unterstützung großer Player im Mobil-Business verloren. Lizenz-Halter wie Samsung und Sony Ericsson bevorzugen Android gegenüber Symbian. Selbst Nokia favorisiert mittlerweile ein anderes Betriebssystem: MeeGo. Das SYMBEOSE-Konsortium will nun "Entwicklungsprojekte auf der Höhe der Zeit starten, die neue Möglichkeiten für Symbian-Stakeholder eröffnen sollen."

(futurezone)