Produkte 01.11.2012

Firefox: Fehler kostet Mozilla 9 Mio. Downloads

Mozilla-Anwalt Harvey Anderson rechnet in einem Blogeintrag vor, dass durch die fehlende Browserauswahl in Windows 7 die Downloadzahlen des Firefox-Browsers rapide gesunken sind. So sollen Mozilla zwischen sechs und neun Millionen Downloads des beliebten Browsers entgangen sein.

Der fehlende Browser-Auswahldialog in Windows 7 ist nicht nur Microsoft teuer zu stehen gekommen. Mozillas Anwalt Harvey Anderson rechnete nun in einem Blogeintrag vor, dass die Zahl der Download des Firefox-Browsers durch den Softwarefehler um 63 Prozent auf einen absoluten Tiefstwert von 20.000 Downloads pro Tag einbrach. Nach der Behebung des Softwarefehlers durch Microsoft stieg die Zahl der Firefox-Downloads um 150 Prozent auf 50.000 pro Tag an. Anderson zufolge dürfte Mozilla innerhalb der 15 Monate, in denen der Fehler nicht behoben wurde, zwischen sechs und neun Millionen Downloads entgangen sein.

Weniger Gehalt für Ballmer
Microsoft hatte durch einen Fehler im Service Pack 1 die von der EU vorgeschriebene Browserauswahl entfernt, die dem Nutzer die freie Wahl zwischen Microsofts Internet Explorer und Konkurrenten wie Mozilla Firefox und Google Chrome ließ. Die Europäische Kommission hat in einer ersten Prüfung bereits festgestellt, dass Microsoft gegen die Vereinbarung verstoßen hat. Nun drohen dem Softwarekonzern

. Microsoft-CEO Steve Ballmer büßte durch diesen Fehler bereits einen Teil seiner Gehaltsboni ein.

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( futurezone ) Erstellt am 01.11.2012