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02/28/2019

Forscher: Windows 10 sollte nie einen Neustart erzwingen

Erzwungene Updates samt Neustart sind frustrierend. Laut Wissenschaftlern könnte Microsoft hier mehr tun.

Kaum ein Windows-Nutzer dürfte diese Situation nicht kennen: Gerade dann, wenn man dringend etwas erledigen muss, wird ein umfangreiches Update samt Neustart durchgeführt. Eine Studie des University College in London belegt die Frustration, die die Nutzer dabei erfahren mit Zahlen. Ein Großteil der Befragten findet den Update-Prozess in der Home-Edition von Windows 10 frustrierend.

Grund dafür ist unter anderem, dass Microsoft zu wenig Informationen dazu zur Verfügung stellt. Es ist den Anwendern auch unklar, wann Patches installiert werden müssen und wie viel Zeit das in Anspruch nimmt.

Die drei Autoren (Jason Morris, Ingolf Becker und Simon Parkin) empfehlen, dass Betriebssysteme explizit nach der Erlaubnis fragen, bevor der Computer neu gestartet wird, um Updates zu installieren.

Spannungsfeld

Gleichzeitig erkennen sie aber auch das Spannungsfeld an, das die Thematik erzeugt. Besonders bei sicherheitsrelevanten Updates liegt es im Interesse von Microsoft, sie möglichst zeitnah zu schließen. Anwender würden das Gefühl haben, die Kontrolle über ihre Computer zu verlieren, wenn einfach vonseiten Microsoft entschieden wird, wann Fehler behoben und Updates installiert werden.

Die Schlussfolgerung der Forscher ist relativ simpel: Die Benutzer benötigen mehr Informationen zu Updates und mehr Kontrolle darüber, wann sie installiert werden. Das System sollte niemals einen Neustart erzwingen, während es aktiv verwendet werden.

Neue Funktionen

Microsoft hat sich der Problematik in einer aktuellen Beta von Windows 10 bereits angenommen. Im April-2019-Update zeigt etwa ein Icon in der Taskleiste explizit an, dass ein Update notwendig ist, wie PCWorld berichtet.

Etwas bitter für Windows-Home-Nutzer ist außerdem, dass Windows-10-Pro-Anwender sehr wohl Kontrolle darüber haben, wann Updates installiert werden. Mit der teureren Variante können Patches auch bis zu 30 Tage verschoben werden. Ein Feature, das Home-Nutzer wohl schmerzlich vermissen.