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06.03.2012

FritzBox wird zur persönlichen Cloud

Modemrouter-Hersteller AVM hat auf der CeBIT seine neue Firmware FritzOS 5.20 vorgestellt, die bestehende FritzBoxen um eine Reihe von Gratisfunktionen erweitert. Herzstück der Verbesserungen ist der neue Dienst MyFritz, der das einfache Einrichten einer persönlichen Cloud mit eigenem Festplattenspeicher ermöglicht.

Der Dienst soll auf allen neueren FritzBoxen funktionieren, User müssen neben der Registrierung auf MyFritz lediglich eine Festplatte oder einen Speicherstick per USB an die FritzBox anschließen. Das Einrichten der eigenen Cloud kann laut AVM auch von technisch nicht versierten Usern mit wenigen Klicks bewältigt werden. Für das Setup und den späteren Zugriff wird es neben dem verschlüsselten Einstieg per Weboberfläche auch Apps für iOS und Android geben.

Persönliche Cloud

Mit dem Service will AVM die Nachfrage nach cloudbasiertem Speicherplatz bedienen, den Nutzern aber gleichzeitig gewährleisten, dass die gesicherten Dateien bei ihnen zuhause und nicht bei einem fremden Dienst abgelegt werden. Das Ansteuern der eigenen FritzBox sowie daran gekoppelten eigenen Festplatten-Platz von außerhalb war zwar schon bisher – etwa über die Nutzung von dynamischen DNS-Diensten möglich. Mit der MyFritz-Plattform sollen diese Möglichkeiten aber auch von Usern ohne technische Vorkenntnisse genutzt werden können.

Neben dem Zugriff auf den eigenen Speicherplatz von unterwegs - sei es nun über das eigene Notebook, Tablet oder Smartphone - kann die FritzBox auch angesteuert werden, um die Nachrichten am Anrufbeantworter oder Anruflisten abzufragen. Wenn die FritzBox auch als Telefonstation genutzt wird, können User nun auch per Push-Mail über Anrufe, Nachrichten oder die veränderte IP-Adresse der Box informiert werden. Ebenfalls neu ist eine Synchronisierung persönlicher Telefonkontakte von GMX oder Google zur FritzBox. Das Telefonbuch wird ebenfalls nur lokal gespeichert.

Kostenloser Dienst

Die Registrierung und Nutzung der Dienste ist kostenlos. Um eine höchstmögliche Sicherung zu gewährleisten setzt AVM auf https-Übertragung bei der einmaligen Registrierung der Box sowie dem weiteren Zugriff auf die Box unter myfritz.net. Das tägliche Update der IP-Adresse der Box, die für den Zugriff von außen notwendig ist, erfolgt mittels http. Laut AVM wird aber auch hier das Kennwort niemals im Klartext übermittelt.

Das Firmware-Upgrade, das nun in Zukunft unter der Bezeichnung FritzOS geführt wird, wird zunächst auf dem deutschen Markt beim Model 7390 bereitgestellt. Wie AVM auf Anfrage der futurezone mitteilte, sollen andere Modelle sowie FritzBox-User in Österreich aber ebenfalls in Kürze von dem Gratis-Upgrade profitieren.

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