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Überarbeitet
11/02/2011

Google Reader integriert Google+

Der RSS-Reader des Internetkonzerns hat einen neuen Look verpasst bekommen. Allerdings hat das Weglassen von sozialen Funktionen für Enttäuschung bei Nutzern gesorgt. Sie zweifeln an, ob das hauseigene Online-Netzwerk Google+ ein adäquater Ersatz ist.

Google hat wie seinen anderen Produkten Docs, Kalender oder Gmail einen neuen Look verpasst. Die Webseite sieht nun aufgeräumter aus und wurden an das bereits bekannte Farbschema Grau-Weiß-Rot angepasst. Die wichtigen Funktionen wie "Artikel markieren", "per eMail versenden" oder "Tags hinzufügen" sind erhalten geblieben. Auch "Trends", also Statistiken über die eigene Nutzung der vergangenen 30 Tage, kann man weiterhin anklicken.

Was viele Nutzer aber verärgert hat, ist das Weglassen von verschiedenen Funktionen zum Teilen mit anderen Google-Reader-Nutzern. Dazu zählen etwa das Teilen gelesener Artikel und das Abonnieren der geteilten Artikel anderer Nutzer. Stattdessen hat der Internetkonzern sein eigenes Online-Netzwerk Google+ in das Produkt gezwängt: Unter jedem RSS-Artikel gibt es jetzt den "+1"-Knopf, mit dem man diesen an seine Google+-Kontakte weiterleiten bzw. sich selbst merken kann.

Die Änderungen haben für einigen Unmut gesorgt. "Ohne Not abgespeckt: Der neue Google Reader ist eine Enttäuschung" schreibt etwa der deutsche Tech-Blog Netzwertig. Kritisiert wird der Wegfall sozialer Funktionen zu Gunsten von Google+. Wahrscheinlich ist, dass sich die Nutzer schnell an die Änderungen gewöhnen werden. Denn an der Bereitstellung der API für andere Software hat sich nichts geändert. Somit werden viele die Änderungen nur am Rande mitbekommen und den Google Reader weiter via Apps wie "Reeder" verwenden.

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