Produkte 11.07.2016

Inmotion L6 im Test: Elektrisch rollen mit Tempomat

Inmotion L6 Elektro-Tretroller © Bild: Gregor Gruber

Der Elektro-Tretroller Inmotion L6 begeistert im futurezone-Test mit komfortablem Fahrgefühl und Tempomat, ist in Gebäuden aber ganz schön schwer zu manövrieren.

Der Inmotion L6 ist ein Elektro-Scooter mit dem Look eines Tretrollers. Anstatt mit Muskelkraft anzuschieben, wird man von einem Elektromotor auf bis zu 25 km/h beschleunigt. Der Elektrofahrzeug-Vertrieb Urban-Drive hat der futurezone einen Inmotion L6 zum Testen zur Verfügung gestellt.

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Technik

Mit seinem Design in Schwarz-Grün (auch in Weiß-Grün erhältlich) und einer Lenkerstange mit Spalt sticht der Inmotion L6 auf Radwegen schnell hervor. In der dicken Basis ist ein 8 Ah-Akku untergebracht, der laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 30 Kilometer ermöglicht. Der 8 Zoll große Vorderreifen ist mit Luft gefüllt, der Hinterreifen ist aus massivem Gummi. Der Elektro-Tretroller befördert bis zu 100 Kilogramm Fracht und kommt auf ein Gesamtgewicht von 16 Kilogramm.

Praxiserfahrungen

Gesteuert wird der Inmotion L6 mittels Gashebel für den rechten Zeigefinger und Bremse für die linke Hand. Dazwischen sitzt ein Monochrom-Display, das Geschwindigkeit und Ladestand zeigt. In Reichweite des rechten Daumens sitzt außerdem ein Knopf für den Tempomat. Der Inmotion L6 lässt sich mit einem leichten Fuß-Anschieben elektrisch bis auf eine gewünschte Geschwindigkeit beschleunigen. Man drückt den Tempomat-Knopf und kann den Gashebel loslassen.

Ruhige, lange Fahrt

Das Fahren mit dem Inmotion L6 gestaltet sich so ziemlich komfortabel. Der Elektro-Tretroller fährt stabil und ruhig. Der luftgefüllte Vorderreifen zahlt sich aus. Unebenheiten werden ganz gut geschluckt. Bergauf verlangsamt sich die Geschwindigkeit. Dennoch wurde während des Testens jede Steigung bezwungen. Bei der Reichweite ist der Hersteller offenbar auf Nummer Sicher gegangen. Ich bin mit dem Inmotion L6 rund 35 Kilometer gefahren, bis die fünfstufige Ladestand-Anzeige auf einen rot blinkenden Strich geschrumpft war.

Als Handtasche ein ziemlicher Brocken
Inmotion L6 Elektro-Tretroller © Bild: Gregor Gruber

Schwer zu schleppen

Etwas sperrig erweist sich der Inmotion L6 beim Manövrieren in Gebäuden. Der Wendekreis ist ziemlich groß, der Lenker passt gerade so durch enge Türen. Wenn man den Elektro-Tretroller mal hochheben muss, schleppt man 16 Kilo, während das Akku-gefüllte Trittbrett gegen das Schienbein schlägt. Für einen etwas leichteren Transport kann man den Lenker auf das Trittbrett klappen, wo es einrastet. Der Lenker lässt sich allerdings nicht verkleinern, steht also seitlich immer noch recht weit weg.

Bei Ausfahrten mit dem Inmotion L6 stellt sich die Frage, ob das Gefährt direkt bis zum Ziel mitgenommen werden kann. Im überfüllten Supermarkt wird man damit zum ärgerlichen Hindernis, ins Kino oder in eine Bar kommt man damit eher nicht. Besitzt man ein Fahrradschloss, kann man den Inmotion L6 immerhin anketten. Der Spalt in der Lenkerstange eignet sich dazu. Ein Schloss für die Elektronik gibt es allerdings nicht.

Dubiose App

Der chinesische Hersteller Inmotion bietet für seine Elektrofahrzeuge eine App an. Auch der L6 kann per Bluetooth damit verbunden werden. Die App verlangt eine Vielzahl von Berechtigungen. Der Informationshunger ist fragwürdig. Ich habe die App jedenfalls nicht installiert.

Fazit und Preis

Der Inmotion L6 ist ein komfortabler, kräftiger Elektro-Tretroller, der dank Tempomat selbstständig die Geschwindigkeit halten kann. Die Reichweite übersteigt die Herstellerangaben, selbst mit einer Zuladung von 90 Kilogramm. Muss man das Gefährt einmal manuell transportieren, hat man einen 16 Kilogramm schweren, etwas sperrigen Gegenstand zu schleppen. Bei Fahrten durch die Stadt muss man sich auch ein wenig Gedanken zu einem geeigneten Parkplatz am Zielort machen.

Im Vergleich zum Elektro-Tretroller Egret One, den ich vor einiger Zeit getestet habe, wirkt der Inmotion L6 etwas größer, schwerer, aber auch etwas komfortabler. Der Inmotion L6 wird um 899 Euro verkauft und ist damit günstiger als der Egret One, der ab 999 Euro erhältlich ist.

( futurezone ) Erstellt am 11.07.2016