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Navigation
11/23/2010

iPhone 4 besser als herkömmliche Navis

ÖAMTC-Test bewertet herkömmliche Navigationsgeräte als technisch unterlegen, sofern die Software in den Smartphones passt. Als Testsieger erweist sich die Kombination iPhone 4 mit Navigon-Software.

Für den Test wurden sieben Navis gegen sieben Smartphones berücksichtigt. Das iPhone 4 mit Navigon MN7 Live Software hat sich mit der Gesamtnote "gut" als Testsieger hervorgetan, am schlechtesten schnitt ein herkömmliches Navigationsgerät, das NavGear RS 50 3D, mit der Gesamtnote "befriedigend" ab.

"Aus technischer Sicht sind Smartphones mittlerweile durchaus eine Alternative zu mobilen Navigationsgeräten", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Wer bereits ein Smartphone hat oder sowieso eines kaufen will, kann sich ein Navi sparen."

Verbindungskosten als Haken
Die teuerste Software für die Multimedia-Handys ist billiger als ein günstiges Navigationsgerät. Wer allerdings nicht geübt im Umgang mit Smartphones ist, tut sich bei der Installation und Bedienung schwer, zumal beim Kauf der Software generell keine Bedienungsanleitung beiliegt. Außerdem fallen bei jeder Suche Verbindungskosten an.

Die mobilen Navigationsgeräte punkten beim Lieferumfang, weil Ladekabel und Halterung enthalten sind. Das muss man bei Smartphones extra dazu kaufen. Ein weiteres Plus ist die einfachere Bedienbarkeit. "Auspacken, aufladen, einschalten - das geht nur bei den Navigationsgeräten", sagte der ÖAMTC-Experte.

Navis als sterbende Gattung
Auch das schwedische Marktforschungs-Institut Berg Insight prognostizierte unlängst, dass die Navigationsgeräte bald Opfer der Smartphones werden. Nach einem prognostizierten Rekordjahr 2011 mit 42 Millionen weltweit verkauften Geräten soll der Absatz laut Berg-Insight-Schätzung bis 2015 auf nur noch 30 Millionen Geräte zurückgehen.

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(futurezone/apa)