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iPhone 5 hat zu wenig Antennen für US-Anbieter

Kaum präsentiert, schon hat das iPhone 5 bereits sein eigenes kleines "Antennagate". In den Netzen von zwei der drei großen US-Mobilfunker kann das neue Smartphone nämlich keine gleichzeitigen Sprachtelefonate und Datenübertragungen bewerkstelligen. Der einfache Grund: Dem Gerät fehlt dazu eine zusätzliche interne Antenne.

In den US-Mobilfunknetzen wird LTE momentan ausschließlich zur Übertragung von Daten genutzt, berichten New York Times und Cnet. Bei Telefonanrufen wechseln Smartphones daher zur jeweils älteren Übertragungstechnik. Während dies bei AT&T der auch in Österreich gebräuchlichen GSM-Technik entspricht, wird bei Verizon und Sprint zu CDMA zurückgeschaltet. Der CDMA-Standard wiederum erlaubt ebensowenig wie das US-amerikanische LTE-Netz simultane Sprach- und Datenübertragung.

Apple hat auf dritte Antenne verzichtet
Während andere Smartphones, etwas das Samsung Galaxy SIII, aus genau diesem Umstand eine dritte Antenne integriert haben, weist das iPhone 5 nur zwei Antennen auf, was auf eine Entscheidung bei Apple zurückgeht. Vermutlich hat der Konzern zur Vereinfachung des Herstellungsprozesses seiner Geräte für eine Vielzahl von Anbietern darauf verzichtet. In den nächsten Jahren soll das US-LTE-Netzwerk zudem auch Sprachtelefonie unterstützen.

Erinnerungen an "Antennagate"
Dennoch weckt der Vorfall Erinnerungen an das iPhone 4 und dessen bautechnisch bedingte Empfangsschwäche bei Hautberührung. Im Sommer 2010 kam es deshalb zu zahlreichen Beschwerden, was Apple dazu veranlasste, kostenlose Hüllen (Bumper) an iPhone-4-Kunden zu verteilen, welche den Metallrahmen des Geräts abdeckten und die Empfangsleistung so verbesserten.

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