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I/O 2017 Keynote: Was Google auf der I/O präsentiert hat.

Sundar Pichai auf der I/O 2017
Sundar Pichai auf der I/O 2017 - Foto: Thomas Prenner
Am Mittwoch ist die Google I/O in Mountain View gestartet. Hier findet ihr die Highlights von Googles Neuvorstellungen.

Am Mittwoch startet Googles wichtigste Entwicklerkonferenz I/O vor den Toren der Firmenzentrale im kalifornischen Mountain View. 7000 Entwickler werden vor Ort sein, erwartet werden Neuigkeiten zu Android, Assistant, Home, Virtual Reality und vieles mehr. Zu Beginn betrat Google-Chef Sundar Pichai die Bühne, der darüber sprach, wie sich Google-Produkte wie Google Drive und Google Photos in den letzten Jahren entwickelt haben. G

Android hat laut Pichai die Schallmauer von zwei Milliarden aktiven Geräten durchbrochen, im Rahmen der Keynote gab es auch neues zu Android O, angekündigt wurde außerdem eine Android-Variante für schwächere Handys, mehr Details hier.

Die erste größere Ankündigung drehte sich um Bilderkennung. Das in den Google Assistent integrierte Google Lens kann automatisch Dinge erkennen, wenn man sie fotografiert. Dabei werden unter anderem Pflanzen und auch Restaurants automatisch anhand eines Fotos erkannt und dem Nutzer nützliche Informationen dazu präsentiert.

Möglich wird das durch Machine Learning, wie Pichai erklärte. In diesem Zusammenhang sprach das Google-CEO auch von Tensor Processing Units, die klassischen CPUs und GPUs für Machine-Leaning-Anwendungen in Sachen Leistung überlegen sein sollen. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sollen künftig auch in der Medizin verstärkt eingesetzt werden, um beim Behandeln von Krankheiten zu helfen. Schwere Erkrankungen wie Krebs könnten so viel schneller erkannt werden, als mit heutigen Methoden. 

Pichai sprach jedoch auch von unterhaltsamen Möglichkeiten, KI zu verwenden und nannte hier Googles Projekt Autodraw, das im April vorgestellt wurde.

Assistant und Google Home

Ausführlich gesprochen wurde auch über den Google Assistant, der laut Google aktuell auf 100 Millionen Android-Geräten verfügbar ist. Ab sofort ist er darüber hinaus auch für Apples iPhone verfügbar, wie Google erstmals verkündete. 

Neues zu berichten gab es auch über den vernetzten Lautsprecher Google Home. Ab Sommer können auch Kunden in Deutschland, Kanada, Australien, Frankreich und Japan die Box vorbestellen. Kunden in Österreich müssen sich noch länger gedulden. 

Home bekommt auch neue Funktionen spendiert. So ist es künftig möglich, direkt über Sprachbefehle Telefonanrufe über die Box zu tätigen. Falls die Nummer nicht in den eigenen Kontakten ist, sucht sie das System aus anderen Quellen. So kann etwa auch direkt Restaurants, oder Geschäfte anrufen, wenn sie ihre Nummer etwa bei Google Maps hinterlegt haben.

Auch das musikalische Angebot wird ausgeweitet, so kann man die kostenlose Spotify-Variante nun auch über Google Home verwenden. Freigeschaltet wird auch die Bluetooth-Funktion, so, dass man die Box auch einfach und direkt von einem Smartphone oder Tablet in der Nähe mit Musik versorgen kann. 

Chromecast

Google hat außerdem bekannt gegeben, Chromecast und Home zu verknüpfen. Über "Visual Responses" kann man Home auffordern, bestimmte Dinge auf einem Chromecast im Heimnetz anzuzeigen. Als Beispiel wurde etwa genannt, dass man Home auffordern kann auf einem TV-Geräte in der Nähe den eigenen Kalender oder den Wetterbericht anzuzeigen. Auch Videos von verschiedenen Quellen wie YouTube können durch das Zusammenspiel von Google Home und Chromecast gestartet werden.

Neues bei Google Photos

Eine halbe Milliarde aktive Nutzer laden eine 1,2 Milliarden Fotos und Videos pro Tag auf Google Photos hoch, wie der Konzern im Rahmen der Keynote bekannt gab. Mit Suggested Sharing wird außerdem eine neue Möglichkeit integriert, Fotos mit seinen Verwandten und Bekannten zu teilen. Über Machine Learning erkennt Photos, welche Aufnahmen man mit welchen Personen teilen könnte und schlägt das vollautomatisch vor. Möglich wird das unter anderem dadurch, dass Kontextinformationen wie der Ort mit der Gesichtserkennung kombiniert werden. 

In diesem Zusammenhang wurde auch die neue Funktion Shared Libraries präsentiert. Damit kann man etwa Fotos seiner Kinder automatisch mit seinem Partner teilen. Auch hier lässt Google wieder die Gesichtserkennung arbeiten. Man muss lediglich einstellen, dass die Aufnahmen einer bestimmten Person mit einem anderen Nutzer geteilt werden. Auf das entsprechende Album haben beide permanent Zugriff. Wahlweise kann man außerdem einstellen, dass die Fotos automatisch in die eigene Bibliothek importiert werden, so, als hätte man sie selbst gemacht und hochgeladen. Freigeschaltet sollen die beiden Funktionen "in den kommenden Wochen" werden.

Außerdem hat Google bekannt gegeben, unter die Fotobuch-Drucker zu gehen. Möglich wird das ebenfalls durch Google Photos. Die App schlägt laut Google automatisch die besten Aufnahmen vor, die man sich anschließend als Hard- oder Softcover-Buch bestellen kann. Es ist davon auszugehen, dass das Service vorerst nur in den den USA verfügbar sein wird, ein Start in Österreich dürfte in absehbarer Zeit eher unrealistisch sein.

YouTube

Auch zu der Videoplattform YouTube gibt es neues zu berichten. Insgesamt werden pro Tag aktuell mehr als eine Milliarde Stunden Videos konsumiert, wie Google bekannt gab. YouTube soll laut Google ein Erlebnis bieten, wie es ein gewöhnliches TV-Gerät nicht kann. Nun finden auch 360-Grad-Videos ihren Weg auf die Fernseher. Umsehen kann man sich einfach mithilfe der Fernbedienung. Auch Live-360-Grad-Videos kann man sich künftig so über die YouTube-TV-Apps ansehen. 

Über die Super-Chat-Funktion bei YouTube können Nutzer bereits jetzt Chat-Zeit mit ihren Lieblings-YouTubern kaufen. Ab sofort wird hier auch eine API integriert. Das ermöglicht, dass Zuseher von Live-Streams darüber direkt mit den YouTubern interagieren können. Denkbar wäre etwa, dass ein Zuseher gegen Bezahlung eines bestimmten Betrages live eine Drohne fernsteuern oder auch einfach nur das Licht ein- und ausschalten kann.

Standalone-Daydream-Headset

Googles Virtual-Reality-Plattform Daydream wurde 2016 auf der I/O vorgestellt. Nun wurde bekannt gegeben, dass es künftig auch Standalone-Headsets dafür geben wird, also solche, in die kein Smartphone mehr eingesetzt werden muss. Gebaut werden die ersten Modelle von HTC und Lenovo. Außerdem kündigte Google an, dass Samsung Daydream-Unterstützung für seine Spitzenmodelle S8 und S8 Plus per Software-Update nachliefern will.

Auch Project Tango wird fortgesetzt, so wurde angekündigt, ein neues Tango-Gerät noch 2017 zu bringen. Damit ist es möglich, durch eine spezielle 3D-Kamera Umgebungen detailliert zu erfassen. 

 

Artikel wird laufend aktualisiert

(futurezone) Erstellt am 17.05.2017, 19:11

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