© Louis Vuitton/Screenshot

Produkte
05/11/2019

Louis Vuitton bringt Handtaschen mit flexiblem Bildschirm

Trotz Samsungs anhaltender Probleme mit faltbaren Smartphones versucht sich nun auch die Modeindustrie an faltbaren Displays.

Mode-Hersteller Louis Vuitton hat im Zuge der Präsentation seiner Cruise-Kollektion auch zwei ungewöhnliche Handtaschen mit flexiblen Bildschirmen angekündigt. Dabei setzt das französische Modehaus offenbar auf die gleiche Bildschirmtechnologie wie in faltbaren Smartphones, beispielsweise dem Samsung Galaxy Fold und Huaweis Mate X. Im Zuge der Modeschau zeigte man zwei verschiedene Modelle: Eine größere Handtasche mit zwei verschiedenen Bildschirmen sowie eine kleiner Variante mit lediglich einem Bildschirm.

Laut Engadget handelt es sich um flexible AMOLED-Panels, der Zulieferer ist nicht bekannt. Sie lösen mit 1920 mal 1440 Bildpunkten auf und haben im Zuge der Präsentation verschiedene Wallpaper sowie kurzzeitig einen Webbrowser angezeigt. Louis Vuitton hält sich dazu bedeckt, ob man die Prototypen auch in die Serienproduktion bringen will - und wozu die Bildschirme eigentlich gut seien.

Kunstvoll herausgeredet

Die Handtaschen seien „die Grundlage, um die Leinwand der Zukunft neu zu entdecken“ und man sei „ständig auf der Suche nach der Kombination aus Routine und Innovation“. Geringfügig mehr Information als die Ankündigung liefert die Aussage eines Sprechers gegenüber Engadget: „Die Idee ist es, die Handtasche als Erweiterung zum Smartphone zu sehen.“ Ob die Anzeige über das Smartphone gesteuert werden könne, verrät man jedoch nicht.

In Anbetracht der anhaltenden Probleme mit Samsungs Galaxy Fold wäre es auch interessant zu erfahren, wie Louis Vuitton das Problem der Widerstandsfähigkeit gelöst hat. Samsung musste den weltweiten Start des Galaxy Fold verschieben, nachdem es bei zahlreichen Testern zu Defekten kam. Laut iFixit seien Schwachstellen in der Konstruktion dafür verantwortlich, durch die relativ leicht Fremdkörper eindringen und den Bildschirm beschädigen können.