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22.02.2016

LTE-Netz für Flugzeuge startet 2017

Noch in diesem Jahr sollen Testflüge starten. Außerdem kündigte die Deutsche Telekom eine WhatsApp-Alternative an.

Wie die Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress bekannt gegeben hat, soll das LTE-Netz für Fluggäste noch in diesem Jahr getestet werden. Die erste LTE-Station, die LTE-Signale nach oben sendet, geht Ende 2016 in Südengland in Betrieb. Bis nach Deutschland soll das Netz dann 2017 ausgeweitet werden. 2018 soll der komplette kommerzielle Rollout beginnen. Insgesamt 300 LTE-Standorte in ganz Europa sind in der finalen Ausbaustufe geplant. Für das Angebot wird die Verbindung mit Satellitensignalen kombiniert. Hier gibt es eine Kooperation mit Inmarsat.

Mit Immmr will die Deutsche Telekom demnächst einen eigenen WhatsApp-Konkurrenten auf den Markt bringen. Damit soll es möglich sein, über die eigener Telefonnummer von verschiedenen Geräten aus Telefonate und Chats zu führen. Der Zugriff erfolgt dabei über den Browser. Damit werde die Mobilfunknummer virtuell und sei nicht mehr an ein Gerät gebunden, zitiert Golem einen Telekom-Sprecher. Immmr soll im zweiten Halbjahr 2016 starten.

Premiere bei 5G

Außerdem wurde in Barcelona erstmals ein komplettes 5G-System gezeigt. Die Latenz liegt dabei unter einer Millisekunde. Das ist besonders wichtig für zukünftige Echtzeit-Anwendungen wie etwa selbstfahrende Autos. Auch für Virtual-Reality-Anwendungen ist die Latenz eine besonders wichtige Voraussetzung. Laut Claudia Nemat, Technikvorstand bei der Deutschen Telekom, soll der kommerzielle Start von 5G 2020 oder sogar früher erfolgen.

Auch in Sachen Bandbreite wurde im Rahmen einer Technik-Demo ein neuer Spitzenwert erreicht. So konnten bei einer Mobilfunkverbindung zu einem Smartphone-Prototypen eine Bandbreite von 1,5 Gigabit pro Sekunde geschafft werden.

Pan-Net

Nachdem bereits vor einiger Zeit der Plan bekannt geworden ist, ein europäisches Pan-Net zu kreieren, gibt es jetzt Neues zu berichten. Bis 2020 sollen Schritt für Schritt zentrale europäische Netzfabriken gebaut werden. Im zweiten Quartal des Jahres geht für diesen Plan das erste Datencenter in der ungarischen Hauptstadt Budapest in Betrieb. Die erste Anwendung, die über das Netz laufen wird, ist E-Mail. Laut Nemat wolle man mit einer einfachen Anwendung beginnen, um das Netz langsam weiter aufzubauen zu können. Angesprochen wurde außerdem der Plan, mit Ngena ein Weltnetz für Unternehmenskunden anzubieten. Erste Dienste sollen 2017 für Großkunden bereitgestellt werden.

Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Huawei, Samsung und T-Mobile übernommen.