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08/25/2013

MeMO Pad HD 7 im Test: Das Tablet-Schnäppchen

Lediglich 150 Euro kostet das Sieben-Zoll-Tablet mit Android 4.2. Mit seiner Quad-Core-CPU und ein GB RAM muss sich das Gerät in Sachen Ausstattung trotzdem nicht vor seiner teureren Konkurrenz verstecken. Die futurezone hat getestet, ob das Billig-Tablet in der Praxis auch hält, was es am Papier verspricht.

Asus hat bereits einige Erfahrung mit Android-Tablets gesammelt. Nahezu in allen Größen und Formen hat der Hersteller bereits Geräte auf den Markt gebracht. Mit Hybriden aus Tablet und Notebook (Transformer-Serie) oder aus Smartphone und Tablet (Phonepad) waren auch exotischere Varianten dabei. Das MeMO Pad HD 7 ist im Vergleich dazu eher konservativ konzipiert und will in erster Linie durch einen besonders günstigen Preis hervorstechen.  

Der erste Eindruck und Anschlüsse 
Dass das Tablet kein High-End-Gerät ist, kann man bereits im ersten Moment erahnen. Die Rückseite ist komplett aus Plastik und wirkt durch die glänzende Oberfläche nicht sonderlich hochwertig und ist darüber hinaus ein Magnet für Fingerabdrücke. Die Vorderseite samt Display spiegelt relativ stark, gespart hat man offenbar auch bei der Beschichtung des Touchscreens, so  gleiten die Finger nicht so sanft über das Display, wie man es von anderen Geräten gewohnt ist.

MeMO Pad HD 7

MeMO Pad HD 7

MeMO Pad HD 7

MeMO Pad HD 7

MeMO Pad HD 7

Zwischen Vorderseite und Rahmen befindet sich außerdem ein relativ breiter Spalt, der sich bei längerer Benutzung als Staubfänger entpuppen dürfte. Außerdem schließt der rückseitige Deckel nicht wirklich sauber mit der Vorderseite ab und steht etwas über, was ebenfalls nicht besonders hochwertig wirkt. 

In Sachen Bedienelemente und Anschlüsse ist das Tablet nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Neben der Power-Taste sind lediglich Tasten zur Lautstärkeregelung vorhanden. Home-, Zurück- und Menü-Button sind, wie im Android-Referenz-Design vorgesehen, lediglich softwareseitig vorhanden. Eine Kopfhörerbuchse und der microUSB-Anschluss, über den das Tablet auch geladen wird, liegen an der Oberseite. Um den Speicher zu erweitern, ist ein Slot für microSD-Karten (max. 32GB) vorhanden. Auch hier wurde gespart, so wird keine Abdeckung oder Dummy-Karte mitgeliefert, die den Slot vor Staub schützen könnte.  

Das Display 
Das Display hat eine Auflösung von 1280 x 800, was bei sieben Zoll zu einer Pixeldichte von 216 PPI führt. Die Anzeigequalität des LC-Displays ist durchwegs positiv zu bewerten, Farben und Kontraste kommen gut heraus. Störend sind jedoch die starken Spiegelungen, die besonders in Verbindung mit der eher geringen Helligkeit störend auffallen. Die Helligkeit lässt sich übrigens auch nicht automatisch regulieren, ein entsprechender Sensor fehlt.  

Das Innenleben, die Leistung und der Akku 
Liest man sich die Spezifikationen des Tablets durch, glaubt man kaum, dass es sich dabei um ein Budget-Modell handelt. Herzstück ist eine QuadCore CPU von ARM (Cortex A7) mit 1,2 GHz. Etwas gespart wurde aber wieder beim Arbeitsspeicher, hier ist lediglich ein Gigabyte vorhanden. In Sachen drahtlose Anschlüsse ist WLAN (b/g/n) sowie  Bluetooth in der stromsparenden Version 4.0 verfügbar.  

Im Test reicht die Leistung aus, um jede aktuelle Android-Anwendung ohne größere Probleme zu nutzen. Auch aufwändigere 3D-Spiele machen dem MeMo-Pad genausowenig Probleme wie HD-Videos.  

Einen guten Eindruck macht die Akkuleistung im Test. Bei starker Nutzung und aktiviertem WLAN hielt das Tablet dennoch zwei Tage durch. Beim durchgehenden Betrachten von Videos bei mittlerer Helligkeit und ohne WLAN sollen es laut Asus bis zu zehn Stunden sein. 

Die Software 
Betriebssystem des Tablets ist Android in der Version 4.2 (Jelly Bean). Asus hat das System nur sehr dezent angepasst und etwa den Standard-Launcher weitgehend beibehalten. Nur in de Einstellungen gibt es einige wenige Modifikationen, darüber hinaus wurden ein paar Apps und Widgets vorinstalliert. Dazu zählen etwa Wetter- und Zeit-Widgets, ein Asus-Taskmanager oder Clients für Dienste wie Asus WebStorage oder das Zeichenprogramm "Artist". Insgesamt hat Asus das Tablet nicht mit Apps oder seinem Design überladen, was im Test einen positiven Eindruck hinterlässt.  

Kamera 
In Sachen Kameras ist das MeMO Pad sogar besser ausgestattet als Googles Nexus-Tablet mit sieben Zoll, das ebenfalls von Asus kommt. So ist beim günstigeren Tablet neben einer Frontkamera mit 1,2 Megapixel auch eine rückseitige Kamera mit fünf Megapixel vorhanden. Auf einen LED-Blitz hat man verzichtet. Wirklich viel darf man sich von der Hauptkamera nicht erwarten, die Fotos werden relativ blass und besonders in Innenräumen sind die Aufnahmen kaum brauchbar.  

Fazit 
Das MeMO-Pad ist ein Android-Tablet mit etwas fragwürdigem Äußeren. Bei einem Preis von 150 Euro kann man über die Plastik-Rückseite und das etwas stärker spiegelnde Display jedoch auch gerne hinwegsehen. Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sich ein kleineres Android-Tablet zuzulegen, könnte mit dem MeMO-Pad ein ideales Einsteigermodell finden. Durch den microSD-Slot und die starke Akkuleistung könnte das MeMO-Pad etwa auch ein guter Begleiter bei langen Zugfahrten oder Flügen sein, um zu lesen oder sich den ein oder anderen Film anzusehen. 

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Modell:
Asus MeMo Pad 7 HD
Display:
7 Zoll IPS-LC-Display, 1280 x 800 Pixel (216 ppi)
Prozessor:
1,2 GHz QuadCore (ARM Cortex A7)
RAM:
1 GB
Speicher:
8/16 GB intern, über microSD-Kartenslot um max. 32GB erweiterbar
Betriebssystem:
Android 4.2
Anschlüsse/Extras:
Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0
Akku:
10 hours; 15Wh Li-polymer
Kamera:
5 Megapixel (Hauptkamera), 1,2 Megapixel (Frontkamera)
Videos:
Aufnahme in 720p bei 30 fps möglich
Maße:
196.8 x 120.6 x 10.8 mm , 302 Gramm
Preis:
149 Euro