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29.11.2016

Microsoft-Manager: Gebt Linux auf und wechselt zu Windows

Microsoft lockt Entwickler, die bislang vorrangig auf Linux setzten, mit zahlreichen Funktionen aus der Welt des Open-Source-Betriebssystems.

Windows und Linux rücken immer näher zusammen - so nah, dass Microsoft mittlerweile selbst hofft, Entwickler vom Umstieg auf Windows 10 zu überzeugen. In einem kürzlich veröffentlichten Video erklärt Microsoft-Manager Rich Turner die Vorzüge der neuen Windows Console, die mittlerweile auch die vor allem unter Linux gängige Shell Bash unterstützt. "Was auch immer ihr normalerweise unter Linux macht, um ein Programm zu erstellen: Sei es in Go, Erlang, C, was auch immer ihr verwendet - bitte probiert es einmal unter Bash WSL (Anmerkung: Windows Subsystem for Linux) aus", erklärt Turner und bittet vor allem um Mithilfe bei der Weiterentwicklung.

Wenig später räumt Turner aber auch ein, dass man derzeit noch nicht die gleiche Funktionalität wie unter Linux bieten könne. "Wir sind noch nicht fertig. Wir haben noch einen langen Weg vor uns bis wir sagen können, dass all das wirklich mit der Mehrheit der Tools, die ihr verwenden wollt, kompatibel ist."

Microsoft lieferte das "Windows Subsystem for Linux" inklusive Bash mit dem "Anniversary Update" aus. Microsoft kooperiert dafür mit Ubuntu-Entwickler Canonical und entwickelte eine Schnittstelle, die das native Ausführen von vielen Linux-Anwendungen ermöglicht.

Linux: Vom "Krebs" zum Partner

Von der erbitterten Feindschaft zwischen Microsoft und Linux ist wenig übrig geblieben. Ex-Microsoft-CEO Steve Ballmer bezeichnete Linux 2001 als "Krebs, der an allem hängen bleibt, das es berührt". Kürzlich trat Microsoft der Linux Foundation als Platinum-Mitglied bei und bietet selbst immer mehr seiner Software auf Linux an, unter anderem den Microsoft SQL Server und die PowerShell.