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09/09/2014

Neues iPhone wird angeblich iPhone 6 Plus heißen

Last-Minute-Leaks deuten auf die Bezeichnung des 5,5-Zoll-iPhone hin. Für die Präsentation ließ Apple ein provisorisches weißes Gebäude ohne Fenster bauen.

Apple wird am Dienstag voraussichtlich neue iPhones mit größeren Bildschirmen und wohl auch eine seit langem erwartete Smartwatch vorstellen. Das wäre der erste Vorstoß des Konzerns in eine neue Produktkategorie seit dem Start des iPad-Tablets vor über vier Jahren. Für Apple-Chef Tim Cook wird das Event zur Probe, ob er in die Fußstapfen seines Vorgängers treten kann, des vor knapp drei Jahren verstorbenen Gründers Steve Jobs.

Der Konzern selbst machte vor der Präsentationen am Abend europäischer Zeit (ab 19.00 Uhr) wie immer keine Angaben zu den Neuheiten. Allerdings weisen übereinstimmende Medienberichte darauf hin, dass Apple seinem Smartphone erstmals deutlich größere Displays mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll verpasst (knapp 12 und knapp 14 cm). Die Smartwatch mit gebogenem Display soll es ebenfalls in zwei Größen geben. Es wird allerdings erwartet, dass sie erst Anfang kommenden Jahres in den Handel kommt. Außerdem plant Apple den Berichten zufolge ein iPhone-Bezahlsystem.

Die Präsentation wird von Apple live im Internet übertragen. Extra für das Event ließ der Konzern in Cupertino ein großes weißes Gebäude ohne Fenster errichten, wie ein Drohnenflugt zeigt. Am Montag kochte die Gerüchteküche noch einmal auf. Die „New York Times“ bekräftigte frühere Spekulationen, die Rockband U2 werde auf der Bühne dabeisein.

Letzte Leaks

In den wohl letzten Leaks sind neue Spezifikationen und neue Bezeichnungen der neuen iPhone-Generation aufgetaucht. Laut GSMArena soll das größere iPhone-Modell den Namen iPhone 6 Plus tragen. Andere Quellen behaupten, es könnte aber auch iPhone 6 Air oder einfach nur iPhone Air heißen.

Daneben wurden neue technische Details von China Mobile veröffentlicht. Demnach soll der Screen des 4,7-Zoll-iPhone eine Auflösung von 1134 mal 750 Bildpunkten haben. Das kleinere Modell soll über eine 8-MP-Hauptkamera und eine 2,1-MP-Frontkamera verfügen und bis zu 128 GB internen Speicher bieten. Außerdem soll es Wasser- und Staubgeschützt sein. Zudem wird vermutet, dass der Verkauf der neuen iPhones bereits am 19. September starten soll.

Harte Konkurrenz bei Smartwatches

Der große Apple-Rivale Samsung hatte bereits vor einem Jahr seine erste Computeruhr auf den Markt gebracht. Auch andere Anbieter wie LG, Sony oder Motorola sprangen auf den Zug auf. Von Google gibt es mit Android Wear eine speziell darauf angepasste Version des meistbenutzten Smartphone-Betriebssystems. Apple wird dennoch zugetraut, mit seiner Uhr für Aufsehen zu sorgen. Bei bisherigen Geräten wurden oft die Batterielaufzeit und die Bedienung kritisiert.

Bezahlsystem

Ähnlich ist es mit dem Bezahlsystem. Unter anderem Kreditkarten-Firmen und Mobilfunk-Anbieter versuchen schon seit Jahren, digitale Brieftaschen im Smartphone zu etablieren. Bisher hielten sich die Verbraucher jedoch zurück. Während diverse Android-Smartphones seit Jahren für den NFC-Nahfunk ausgerüstet sind, auf dem solche Systeme aufbauen, verzichtete Apple bisher darauf. Zuletzt hieß es, bei Apples Dienst solle man sein iPhone an das Kassen-Terminal halten und die Zahlung per Fingerabdruck auf dem Sensor des Telefons bestätigen können.

Apple zieht nach

Mit größeren iPhones würde Apple mit Verzögerung einem Trend der Smartphone-Branche folgen. Während Telefone mit Android und auch mit Microsofts Windows Phone immer größere Bildschirme bekamen, hielt Apple lange an der Display-Diagonale des ersten iPhone fest. Vor zwei Jahren legte der Konzern beim iPhone 5 etwas nach, aber mit 4 Zoll haben die Apple-Smartphones immer noch die kleinsten Bildschirme in ihrer Preisklasse. Apple erklärte das mit einer schlechteren Bildqualität auf bisherigen größeren Bildschirmen und der Notwendigkeit, ein Smartphone mit einer Hand bedienen zu können.

Apple hielt zuletzt weniger als 15 Prozent am weltweiten Smartphone-Markt, der von günstigen Android-Modellen dominiert wird. Die Konzentration auf das obere Marktsegment bringt dem iPhone-Konzern aber die höchsten Gewinne in der Branche.