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20.05.2015

Oculus will Pornos für Virtual-Reality-Brille erlauben

Kurz vor dem Marktstart der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift hat der Gründer auf einer Konferenz unterstrichen, dass die Plattform für jegliche Inhalte offenstehe.

Oculus-Gründer Palmer Luckey sieht keinen Grund, nicht jugendfreie Inhalte wie Pornos auf der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift zu verbieten. Auf eine entsprechende Frage verwies Luckey darauf, dass die Plattform offen sei und Oculus die darauf laufende Software nicht kontrolliere. "Das ist eine große Sache", wird Luckey auf der Silicon Valley Virtual Reality Conference zitiert. Ob das eher als prüde bekannte Facebook, welchem Oculus mittlerweile gehört, über diese Ankündigung erfreut war, ist fraglich.

Doch kuratierte Inhalte?

Eine Hintertür gibt es zudem, wie Facebook bzw. Oculus Porno-Inhalte dennoch verbieten könnten. Wie Cnet herausgefunden hat, wird Oculus Inhalte nur verbreiten, wenn sie den eigenen Nutzungsbedingungen entsprechen. In diesen kommen nicht jugendfreie Inhalte zwar nicht explizit vor, Oculus behält sich aber das Recht vor, Inhalte zu blockieren, die ein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko darstellen oder Community-Standards und Gesetze verletzen.

Was den Marktstart der Brille betrifft, wird es nun jedenfalls Ernst. Wie am Dienstag bekannt wurde, lädt Oculus unmittelbar vor Beginn der Spiele-Messe E3 zu einer Pressekonferenz, auf der wohl genaue Details zum Verkaufsstart bekanntgegeben werden. Bisher hat das Unternehmen nur verlautbart, dass die Brille im ersten Quartal 2016 definitiv auf den Markt kommt.

Experiment mit User-Avataren

Einem anderen Medienbericht zufolge arbeitet das Oculus-Team zusammen mit der University of Soutern California gerade daran, Gesichtszüge von Usern in Echtzeit in die Oculus-Rift-Umgebung transferieren zu können. Damit wären realitätsnahe Avatare möglich. Erreicht wird dies über eine 3D-Kamera, welche die untere Gesichtshälfte filmt und elastische Bänder, die am Headset befestigt sind, und so die Gesichtspannung der oberen Gesichtshälfte misst.

Die realitätsnahe Gestaltung eines virtuellen Abbilds könnte etwa für Social Networking verwendet werden. Bis heute ist es auch Branchenkennern nicht ganz klar, warum Facebook Oculus gekauft hat. Auch die Erwachsenenindustrie würde sich wohl über so ein Feature freuen.