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02.11.2012

PocketBook XXL-E-Reader im Test

Das Gerät mit dem E-Ink-Display verfügt über einen Touchscreen mit einer Diagonale von 9,7 Zoll (24,63 cm), über verschiedene Apps sowie einen Web-Browser. Die futurezone hat den übergroßen E-Reader getestet.

Das PocketBook 912 verfügt über ein Display, das deutlich größer ist, als man es von anderen E-Reader gewohnt ist. Dadurch soll das Lesen längerer Texte oder das Betrachten von PDF-Dateien komfortabler möglich sein. Das Display kann bis zu 16 Graustufen darstellen und funktioniert mit einem Induktions-Touchscreen, der mithilfe eines beiliegenden Stylus bedient werden kann.

Speicherplatz und Ausstattung
Der integrierte Speicher für das Betriebssystem beträgt 256 MB, zusätzlich sind noch zwei GB Flash-Speicher vorhanden. Bei Bedarf kann dieser Platz noch mittels einer microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden.
Zusätzlich ist das Gerät mit WLAN und Bluetooth ausgestattet, damit die Dateien auch kabellos auf das Gerät übertragen werden können. Außerdem ist ein Lagesensor vorhanden, wodurch das Gerät automatisch ins Hoch- beziehungsweise Querformat wechselt.

PocketBook 912

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PocketBook 912

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PocketBook 912

Die Bedienung
Beim Start des Gerätes, erblickt man zuerst den Homescreen. Jener besteht unter anderem aus Widgets, wie einer Uhr, einem Wörterbuch und einem Taschenrechner. Im Hauptmenü kann der Nutzer zwischen mehreren Menüpunkten auswählen. Unter „Bibliothek" finden sich alle Dokumente, die auf dem Gerät gespeichert sind. Unterstützt werden unter anderem die Dateiformate EPUB, PDF und Docx. Das Kindle-Format mobi kann nicht geöffnet werden.

Unter dem Menüpunkt „Favoriten" sind alle gekennzeichneten Dokumente gelistet, unter „Notizen" findet sich eine Sammlung der Textstellen, die der Nutzer markiert hat.
Hinter „Anwendungen" verbirgt sich eine Reihe von Apps, die auf dem Gerät vorinstalliert sind. Darunter mehrere Spiele wie Schach oder Solitär, sowie der Webbrowser, der als „experimentell" gekennzeichnet ist.

In der Praxis
Der E-Ink-Bildschirm sieht so aus,wie man es bereits von anderen Geräten kennt. Reflexionen sind praktisch nicht vorhanden, der Kontrast ist akzeptabel. Bei der Navigation durch die Menüs muss man als Anwender etwas Geduld aufbringen. Es braucht immer ein gutes Stück Zeit, bis das Gerät auf Eingaben reagiert. Der Touchscreen funktioniert dabei wirklich ausschließlich mit dem beigelegten Stylus.

Der Lesemodus funktioniert ohne größere Probleme. Die E-Book-Dateien werden erkannt und geöffnet. Auch bei PDFs zeigt sich das PocketBook Pro nicht wählerisch und öffnet (nach etwas Ladezeit) auch umfangreiche PDFs ohne Widerrede. Hier zeigt das PocketBook Pro auch eine seiner größten Stärken: PDFs mit großformatigen Seiten lassen sich damit wesentlich komfortabler lesen bei Geräten mit kleineren Bildschirmen. Problematisch wird es nur, wenn die Schrift so klein ist, dass man Zoomen muss. Das Scrollen auf der Seite funktioniert dabei nicht gerade optimal.

Ähnlich verhält es sich beim Browsen. Das Scrollen wird dabei ebenfalls zum Geduldsspiel. Die anderen Apps wie die Spiele funktionieren jedoch ohne größere Probleme. Teilweise sind sie allerdings nicht auf das große Display angepasst. Das Schachbrett füllt etwa nur einen Bruchteil der 9,7 Zoll.

Zur Akkuleistung lässt sich nur sehr schwer eine allgemein gültige Aussage treffen, da die Leistung sehr stark von den Funkadaptern abhängt, beziehungsweise davon, wie oft sich die Bildschirmanzeige ändert.

Fazit
Wer E-Books gerne auf einem großen Display liest und immer wieder auch PDFs anzeigen will, ist mit dem PocketBook Pro besser dran, als mit den gängigen E-Readern der Konkurrenz, die in der Regel eine Diagonale von etwa sechs Zoll bieten. Wer sich erhofft, mit dem E-Ink-Display auch produktiv surfen zu können, sollte stattdessen lieber zu einem konventionellen Tablet mit LC-Display greifen. Der PocketBook 912 pro kostet 249 Euro.

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