Nerfblaster der Serie Doomsland 2169 im Test

© Gregor Gruber

Postapokalyptische Nerfblaster mit Western-Flair im Test
04/03/2016

Postapokalyptische Nerfblaster mit Western-Flair im Test

Mit Doomlands 2169 gibt es von Hasbro eine neue Nerfblaster-Reihe, die auf durchsichtige Gehäuse, Hämmer und Trommeln setzt.

von Gregor Gruber

Nach Zombies und Star Wars nimmt sich Hasbro mit seiner neuen Nerf-Reihe jetzt das nächste Stück Pop-Kultur vor: die Postapokalypse. Das zeigt einmal mehr, dass das Spielzeug nicht unbedingt Kinder als Zielgruppe hat, sondern junggebliebene Erwachsene und IT-Journalisten in Großraumbüros.

Denn welches Kind könnte sich für Nerfblaster begeistern, die von erfolgreichen, postapokalyptischen Spielen wie Fallout 4, Borderlands und Wasteland 2, sowie Filmen wie Mad Max: Fury Road inspiriert wurden? Höchstens ein ziemlich cooles, das Altersempfehlungen und –freigaben ignoriert.

Aber selbst dann ist das Handling der Nerfblaster der neuen Reihe Doomsland 2169 nicht unbedingt Kindergeeignet. Warum das so ist, erfahrt ihr in unserem Test.

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B4949EU4 Nerf Doomlands Persuader Blaster Inhalt.JPG

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B3191EU4 Nerf Doomlands Vagabond Blaster Inhalt.JPG

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B3189EU5 Nerf Doomlands Lawbringer Blaster Inhalt.JPG

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Drei Blaster

Zum Start der Doomsland-2169-Serie stehen drei Blaster zur Verfügung: die Pistole Persuader, der Pump-Action-Blaster Vagabond und das Revolver-Gewehr Lawbringer. Das Topmodell, der Double-Dealer, eine Mischung aus Armbrust und Schrotflinte, die zwei Darts auf einmal schießt, ist erst ab August verfügbar.

Die Theme-Farben der Doomsland-Blaster sind Orange mir grauen und schwarzen Elementen. Orange gab es schon bei früheren Blastern der Zombie- und Elite-Serie. Damit Nerf-Sammler trotzdem einen Grund zum Kauf haben, haben die Blaster durchsichtige Gehäuse-Teile verbaut. Diese erlauben einen interessanten Blick auf die Innereien der Blaster und sollen wohl das Fehlen von Gehäuseteilen, wie es in postapokalyptischen Waffendesigns manchmal zu sehen ist, simulieren.

Persuader

Die Pistole Persuader (UVP 25 Euro) könnte vom Design her auch als Laserwaffe durchgehen. Sie sieht optisch wie eine Mischung aus dem Laser Cutter von Dead Space und Harrison Fords Pistole aus Blade Runner aus. An der Oberseite befindet sich eine Schiene, um Nerf-Optiken anzubringen.

Der Griff ist groß genug für Erwachsene, allerdings ist der Abstand zum Abzugsbügel zu gering. Im Test schrammte der Knöchel meines Mittelfingers mehrmals schmerzhaft über das raue Plastik. Hier könnte man versuchen Material abzutragen um Platz zu schaffen oder etwas weiches, wie etwa einen Filzgleiter, anzukleben.

Der Persuader hat vier Läufe, die nacheinander abgefeuert werden. Ähnlich wie beim Nerfblaster Hammershot der Zombie-Serie, wird vor dem Schießen der Hammer gespannt. Dadurch kann man den Blaster einhändig verwenden: Die zweite Hand bleibt frei für ein Schild, einen zweiten Persuader oder das Smartphone.

Auch Slam-Fire im Wild-West-Stil ist möglich: Man lässt den Abzug gedrückt und zieht mit der linken Handfläche so schnell wie möglich den Abzug nach hinten. Das erfordert zwar etwas Übung, wenn man aber dem überraschten Kollegen vier Pfeile in weniger als drei Sekunden auf den Hintern verpasst, war es das Üben wert.

Der Hammer geht relativ streng zu spannen, für Kinder ist der Persuader deshalb kaum geeignet. Auch ist die Hammerfläche etwas zu klein. Wäre der Hammer größer und griffiger, würde das Spannen leichter fallen. Die Reichweite kann mit den Blastern der Elite-Serie nicht mithalten. Der Persuader schafft knapp zehn Meter wenn man geradeaus zielt und zwölf Meter, wenn man in der Großraumbüro-Schießerei ballistisch zielt.

Vagabond

Der Vagabond (UVP 45 Euro) sieht wie eine abgesägte Pump-Action-Schroftlinte aus, die sich mit einem Bündelrevolver gepaart hat. An der Oberseite befindet sich eine Schiene für Zubehör. Der Griff ist angenehm groß ausgefallen, der Blaster ist mit gut einem Kilogramm schwerer als er aussieht.

Das Laufbündel besteht aus sechs Läufen. Geschossen wird immer nur aus dem obersten Lauf. Das Spannen erfolgt über den Vorderschaft, wie bei einer Pump-Action-Schrotflinte. Im Gegensatz zu einem Revolver werden die Läufe nicht weitergedreht, wenn der Vorderschaft nach hinten gezogen wird, sondern nachdem der Abzug gedrückt wurde.

Die Reichweite ist mit zehn bis zwölf Metern nur mäßig. Das liegt ua. daran, dass die Läufe offen sind und somit nicht die Länge des Blasters ausgenutzt wird. Die offene Läufe sind nötig, damit der Blaster geladen werden kann. Das ist eine kleine Fummelei, geht im Gefecht aber immer noch schneller, als aufgesammelte Pfeile in ein Nerf-Magazin zu laden. Slam-Fire ist ebenfalls möglich, was aufgrund des Pump-Mechanismus sehr gut funktioniert.

Lawbringer

Der größte der drei Blaster im Test ist der Lawbringer (UVP 50 Euro). Das Revolvergewehr sieht optisch am ehesten wie eine postapokalyptische Kreation aus. An der Oberseite befinden sich gleich zwei Schienen für Zubehör. Wie bei den anderen Blastern gibt es weder an den Seiten noch unten Zubehörschienen.

Durch den Schaft ist der Griff nicht ganz so großzügig ausgefallen wie beim Vagabond. Der Knöchel des Mittelfingers steht, wie beim Persuader, am Abzugsübel an. Das Plastik ist aber glatter, weshalb die Angelegenheit weniger schmerzhaft ist. Der Vordergriff ist fast zu klein für Erwachsene. Der Schaft ist sehr kurz, was das Spannen des Hammers im angelegten Zustand erschwert. Für kleine Erwachsene oder solche mit kurzen Armen (oder Kinder) ist die Schaftlänge wahrscheinlich ausreichend.

Die Trommel fasst zwölf Pfeile. Durch das Spannen des Hammers wird die Trommel, wie bei einem Revolver, gedreht. Der Hammer ist größer und griffiger als beim Persuader. Da der Hammer aber ähnlich streng zu spannen und der Winkel nicht optimal ist, kann nach mehreren Schüssen der Daumen schmerzen. Immerhin ist durch den größeren Hammer Slam-Fire einfacher möglich.

Die Reichweite liegt ebenfalls bei zehn bis zwölf Metern. Durch die Laufkonstruktion entsteht beim Schießen ein leises Pfeif-Geräusch, was ein netter Bonus ist. Ebenfalls nett ist das Detail, dass der (für die Pfeile im Durchmesser viel zu große) Lauf ein Profil aufweist, ähnlich wie bei echten Schusswaffen.

Das Laden der Trommel geht etwas schneller als beim Vagabond, man muss aber darauf achten, die Pfeile bis zum Anschlag in die Trommel zu schieben. Im Schaft befinden sich noch Steckplätze für zwölf Pfeile. Diese im Eifer des Gefechts herauszuziehen, ist eine Fummelei. Aus der Hosentasche heraus lädt es sich schneller nach.

Fazit

Am meisten Spaß hatte ich mit dem Persuader, den es beim Online-Händler Amazon bereits ab 19 Euro gibt. Slam-Fire wie im Western oder das Abfeuern von acht Pfeilen in schneller Folge im Akimbo-Stil mit zwei Blastern, hat einfach was. Schade ist, dass die Reichweite nicht mit den Elite-Blastern mithalten kann.

Der Vagabond (30 Euro bei Amazon) sieht optisch am eindrucksvollsten aus und ist aufgrund der guten Slam-Fire-Funktion für Nerf-Nahkämpfe geeignet. Störend ist die mit sechs Pfeilen geringe Kapazität und das langsame Nachladen.

Der Lawbringer (35 Euro bei Amazon) sieht zwar gut aus, ist aber wegen des kurzen Schafts nur für kleine Erwachsene mit starken Daumen (oder Jawas) geeignet. Lediglich die hohe Kapazität von 12 Pfeilen würde ihn für Nerf Wars interessant machen. Die schlechte Ergonomie und mittelmäßige Reichweite heben diesen Vorteil aber wieder auf.

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