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27.07.2018

Rettungsroboter Centauro schaut wie ein rollender Pferdemensch aus

Der Roboter soll künftig in gefährlichen Umgebungen zum Einsatz kommen und helfen.

Ein Zentaur ist ein Mischwesen aus Pferd und Mensch, das man etwa aus der griechischen Mythologie kennt. Der Rettungsroboter Centauro ist genau diesem Wesen nachempfunden. Entwickelt wird er seit 2015 an der Rheinischen Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn, gemeinsam mit verschiedenen Partnern in Europa. Einer ist das italienische Institut für Technologie bzw. dessen Abteilung für Roboter. Dieses Institut hat nun ein Video veröffentlicht, das den Roboter im Detail zeigt.

Der Roboter ist dafür konzipiert, in Krisengebieten bzw. gefährlichen Umgebungen eingesetzt zu werden. So kann er sich in verschiedensten Gegebenheiten bewegen und unter anderem Stiegen steigen, die teilweise auch zusammengebrochen oder durch Hindernisse verstellt sind.

Centauro ist 1,5 Meter hoch und wiegt 93 Kilogramm. Sein Skelett besteht aus leichtem Metall, der restliche Körper zum Teil aus 3D-gedrucktem Plastik. Seine Motorik ist fein genug, um auch schwierige Aufgaben zu lösen. Auf der Website werden etwa das Anschließen eines Schlauches oder das Öffnen eines Ventils als Beispiele angeführt. 

Ferngesteuert

Gesteuert wird der Roboter von einem Menschen, der per Telepräsenz mit dem Gerät verbunden ist und sich so optimal ein Bild von der Situation machen kann. Für bestimmte Routineaufgaben und für die Navigation kann der Roboter auch autonom handeln bzw. sich bewegen, um den menschlichen Bediener zu entlasten.

Der Roboter basiert auf Momaro, das im Rahmen der DARPA Robotics Challenge von der Universität Bonn eingereicht und als bestes Projekt ausgezeichnet wurde. Finanziert wird das Centauro-Projekt von der EU.