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16.03.2018

RTR bestätigt: Mobiles Internet wird langsamer in Österreich

Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Geschwindigkeit von LTE von 37 auf 29 Mbit/s gesunken.

Die Rundfunk-Regulierungsbehörde RTR hat einen neuen Quartalsbericht veröffentlicht. Laut diesem wurde die Übertragungsgeschwindigkeit beim mobilen Internet erneut langsamer.

Bei 3G bleibt die Geschwindigkeit konstant. Aber bei 4G/LTE wurden im vierten Quartal durchschnittlich 29 Mbit/s beim Download gemessen. Im dritten Quartal waren es noch 31 Mbit/s. Noch deutlicher wird der Abwärtstrend, wenn man sich den Vorjahreszeitraum anschaut. Im vierten Quartal 2016 waren es 37 Mbit/s. Die bisher höchste Geschwindigkeit wurde mit 44 Mbit/s im ersten Quartal 2016 gemessen, seitdem fällt sie kontinuierlich.

Netze ausgelastet

Dieser Trend wurde schon beim futurezone Netztest deutlich. Hier wurden heuer im Durchschnitt 15 bis 16 Mbit/s gemessen, im Vorjahr waren es über 20 Mbit/s. „Was wir aus den Daten sehen können ist, dass die Netze immer stärker an ihre Grenzen stoßen“, so Testleiter Jürgen Dalmus. Als Hauptgrund interpretiert Dalmus den Umstand, dass die Netzbetreiber mobiles Internet vermehrt als Alternative zu einem Festnetzanschluss vermarkten.

Auch das wird von dem aktuellen RTR-Bericht bestätigt. Die mobilen Breitbandanschlüsse nahmen im dritten Quartal 2017 um 7,6 Prozent zu, im Vergleich zum zweiten Quartal. Die Festnetz-Breitbandanschlüsse gingen um 0,4 Prozent zurück. Insgesamt gab es in Österreich im dritten Quartal 2017 3,7 Millionen mobile Breitbandanschlüsse und 2,5 Millionen Festnetz-Breitbandanschlüsse. Das letzte Mal, als es mehr Festnetz- als mobiles Internet gab, war im ersten Quartal 2016 (2,479 zu 2,417 Millionen).

Mobilfunk

Beim Mobilfunk generell hat sich nicht viel getan. Die Penetration von SIM-Karten ohne M2M-Karten ging etwas zurück. Mit den M2M-SIM-Karten sind es 2,4 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2017. Der Abwärtstrend bei SMS setzt sich fort. Im dritten Quartal 2017 wurden 607 Millionen verschickt, im Vorjahreszeitraum waren es 732 Millionen.

Genauso erwartungsgemäß ist der Anstieg des Datenvolumens in den Mobilfunknetzen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 stieg das Volumen um 13,5 Prozent. Pro Einwohner sind es durchschnittlich 10,3 Gigabyte pro Monat. Insgesamt machte das Datenvolumen 266.820 Terabyte aus. Im Vorjahreszeitraum waren es 142.940 Terabyte.

Marktführer ist A1 mit 36,7 Prozent (inklusive M2M-SIM-Karten). Auf Platz zwei ist T-Mobile mit 32,2 Prozent, gefolgt von Drei mit 24,4 Prozent. Als einziger virtueller Provider wird Hofers HoT mit 4,4 Prozent separat ausgewiesen. Die übrigen teilen sich 2,3 Prozent Marktanteil.