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03.03.2017

Samsungs Windows-Tablet im Kurztest: Rivale für das Surface

Das Samsung Galaxy Book wird in zwei Größen angeboten. Im Schnelltest können sie mit guter Tastatur und Verarbeitung punkten.

Während der klassische Tablet-Markt rückläufig ist, ist die Nachfrage für 2-in-1-Geräte und Convertibles stark steigend. Hier setzt Samsung mit seinem Galaxy Book an, das am Mobile World Congress vorgestellt wurde.

Das Windows-Tablet wird mit 10,6-Zoll-Display und 12-Zoll-Display angeboten. Die Strategie erinnert an Microsofts Surface-Reihe. Das 10,6-Zoll-Gerät (ab 729 Euro) ist der Konkurrent zu Microsofts Surface 4. Das leistungsstärkere 12-Zoll-Galaxy-Book (ab 1229 Euro) positioniert sich als Alternative zum Surface Pro 4.

Bei beiden Varianten des Galaxy Book sind der S Pen Stift und ein Tastatur-Cover enthalten. Bei Microsoft wird der Winkel des Tablets durch den eingebauten Standfuß justiert. Bei den Galaxy Books geschieht dies durch das unterschiedliche Falten des Tastatur Covers.

Galerie: Samsung Galaxy Book

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Drei Positionen

Es gibt drei Einstellungen, für die sich Samsung jeweils ein bestimmtes Einsatzszenario ausgedacht hat. Beim Arbeits-Modus wird das Galaxy Book wie ein Notebook verwendet. Zwar ist der Winkel des Displays hier nicht stufenlos verstellbar, aber immerhin gibt es zwei Winkel.

Klappt man die Tastatur nach hinten, sodass die Tasten nach unten zeigen, soll dies die optimale Position sein, um mit dem S Pen zu zeichnen oder zu malen. Bei der flachsten Einstellung liegt das Tablet fast eben auf und ist nur leicht angewinkelt. Dies soll ideal für handschriftliche Notizen mit dem S Pen sein.

Im kurzen Hands-on fühlte sich das Herumfalten und Kippen des Tastatur-Covers noch nicht sehr intuitiv an. Das gilt besonders für den Teil, der im Notebook-Modus an der Rückseite des Tablets anliegt und so den nötigen Winkel kreiert. Die Verbindung erfolgt magnetisch. Im Hands-on hielt das zwar, sehr vertrauenswürdig wirkt es aber nicht, wenn man dann mit dem Finger am Display herumdrückt.

Gutes Tippgefühl

Samsung Galaxy Book © Bild: Gregor Gruber
Das Tippen auf den Tastaturen beider Galaxy Books ist sehr gut. ImGegensatz zum Tab S3hat auch das kleinere Book ausreichend große Tasten. Das Touchpad ist akzeptabel. Für die Vier-Finger-Wischgeste, mit der zwischen den verschiedenen Desktops gewechselt werden kann, ist es fast schon zu klein. Will man also den zweiten Desktop mit YouTube, Solitär und den privaten E-Mails schnell wegwischen, wenn der Chef den Raum betritt, sollte man vorher etwas üben.

Der angenehm große S Pen funktionierte im Hands-on präzise. Drückt man den Knopf auf dem Stift, öffnet sich das Schnellmenü für Notizen, Screenshots und andere Funktionen, wie man es von Samsungs Note-Serie kennt.

Ohne angesteckter Tastatur sind die Galaxy Books nicht unbedingt für die längere Nutzung geeignet. Mit 640 und 754 Gramm hängen sie sich ziemlich an, wenn sie eine Weile in der Hand gehalten werden.

Das FullHD-Display des 10,6-Zoll-Galaxy Book erfüllt seinen Zweck, ist aber nichts besonders. Das 12-Zoll-Book hat durch das AMOLED-Display kräftigere Farben. Zusammen mit der höheren Auflösung von 2160 x 1440 Pixel ist die Darstellung ansprechender.

Erster Eindruck

Samsung Galaxy Book © Bild: Gregor Gruber
Das größere 12-Zoll-Galaxy-Book hat mir besser gefallen als die kleinere Variante. Das bessere Display und die höhere Leistung machen das Gerät zu einem geeigneten Notebook-Ersatz. Beide Books sind gut verarbeitet und können aufgrund der gelungenen Tastatur produktiv genutzt werden. Wann und ob die beiden Geräte in Österreich in den Handel kommen, ist noch ungewiss. In Europa wird das 10,6-Zoll-Galaxy Book voraussichtlich im Juni ab 729 Euro verfügbar sein, das 12-Zoll-Gerät ab 1229 Euro.