© Screenshot dualong

Appzone
04/10/2012

"Schön": Das kleine Ich bin Ich als App

Mira Lobes "Das kleine Ich bin Ich" wurde zum 40. Jubiläum des Kinderbuchklassikers auch als App für iPhone und iPad veröffentlicht. Für die futurezone hat die zweieinhalbjährige Karla die Anwendung getestet.

Seit 40 Jahren hilft Mira Lobes "Das kleine Ich bin Ich" kleinen und großen Kindern dabei, ihren Platz in der Welt zu finden. Zum runden Jubiläum gibt es den Kinderbuchklassiker nun auch als App. "Das kleine Ich bin Ich" ist im iTunes Store für iPhone, iPod touch und iPad für 7,99 Euro erhältlich. Eine Android-Version soll bald folgen. Entwickelt wurde die Anwendung vom Wiener Unternehmen dualong.

Die App ist sympathisch minimalistisch gehalten und besteht im wesentlichen aus animierten Sequenzen, in denen das kleine bunte Tier von Pferden, Kühen, Fischen, Nilpferden, Hunden und einem Laubfrosch wissen will, wer es denn nun eigentlich sei. Die Animationen sind mit einer Erzählstimme und Hintergrundmusik unterlegt.

Für die futurezone testete die zweieinhalbjährige Karla die Anwendung. Karlchen ist mit Mira Lobes Klassiker und auch mit Smartphones bereits vertraut. "Das kleine Ich bin Ich" ließ sie sich bereits im Alter von etwas mehr als einem Jahr vorlesen. Auf den Smartphones ihrer Eltern sieht sie sich Musikvideos und Kinderserien auf YouTube an und blättert auch gerne in Fotoalben.

"Wo ist die Hand"
Der App widmet sie ihre ganze Aufmerksamkeit. Sie wischt mit der Hand über den Bildschirm und hört der Erzählstimme und der Musik zu. Auch dass sie nach dem Ende einer Sequenz eine "kleine, weiße Hand" antippen muss, damit die Geschichte weitererzählt wird, hat sie bald herausgefunden. Taucht das Icon längere Zeit nicht auf, fragt sie: "Wo ist die Hand?".

ich bin ich screenshot

Das kleine ich bin ich

Das kleine ich bin ich

Das kleine ich bin ich

Das kleine ich bin ich

"Schön"
Daneben erforscht Karla auch, welche Auswirkungen Wischbewegungen haben. Sie bewegt damit Fische und bringt auch Seifenblasen zum Zerplatzen. Auf die Frage, wie ihr die animierte Version des Buches gefällt, antwortet Karlchen mit: "Schön".

Die Lautstärke von Musik und Erzählstimme lassen sich über das Menü regulieren und auch ganz wegschalten. Das sollten aber die Eltern machen. Karla war zwar an der Menüführung interessiert, bedienen konnte oder wollte sie sie aber nicht.

Sieben Sprachversionen
Über das Menü kann auch Mira Lobes Text eingeblendet werden. Am iPhone, auf dem die App gestest wurde, macht dies wegen der geringen Bildschirmgröße aber nicht allzuviel Sinn. Auch Karlchen wollte die Animation lieber ohne Text ansehen. Text und Audioversion können über die entsprechende Menüeinstellung in sieben Sprachversionen, neben Deutsch unter anderem auch Englisch und Chinesisch, abgerufen werden.

Die Beschäftigung mit der App macht Karla Spaß. Nach dem ersten Durchklicken will sie die Geschichte noch einmal ansehen. Die App-Version gefalle ihr besser als das Buch, sagt Karlchen, nachdem sie sich mit dem kleinen Ich bin Ich am iPhone vertraut gemacht hat. Das Interesse an Mira Lobes Buch hat sie aber nicht verloren. Schon am nächsten Tag will sie den Kinderbuchklassiker wieder vorgelesen bekommen. Vor dem Schlafengehen kramt sie das Büchlein aus ihrer Bücherkiste und fordert: "Anschauen!"