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06/19/2013

sipgate stellt Dienst in Österreich ein

Der Internet-Telefonie-Dienst zieht sich mit Ende des Jahres vom österreichischen Markt zurück. Als Grund wird eine Auseinandersetzung mit der Regulierungsbehörde RTR angegeben, die dem Unternehmen die Vergabe von österreichischen Telefonnummern untersagt hat.

Der deutsche Internet-Telefonie-Anbieter sipgate kündigte gegenüber seinen Kunden an, den Dienst zum Ende des Jahres einstellen zu wollen. Einschränkungen werde es vorerst keine geben, das Unternehmen zieht sich jedoch mit 31.12.2013 vom österreichischen Markt zurück. Als Grund für den unerwarteten Schritt wird unter anderem ein Streit mit der Regulierungsbehörde RTR angegeben, die dem Unternehmen die Vergabe von geographischen Teilnehmernummern untersagt hat.

Streit um heimische Telefonnummern
Dadurch konnten bereits bestehende österreichische Festnetznummern nicht mitgenommen werden. Das sei laut RTR nur dann erlaubt, wenn man mit der Nummer auch einen entsprechenden physikalischen Anschluss bereitstellen würde. sipgate bezeichnet das in der Mail als "plumpen Protektionismus" gegenüber anderen Anbietern. "Wäre das gesamte Internet auf dieser Weise reguliert und müsste jeder Anbieter einen eigenen physikalischen Internetzugang für seinen Dienst bereitstellen, gäbe es kein google.at, orf.at, derstandard.at, ebay.at oder sparkasse.at", heißt es unter anderem weiter.

Problemloser Übergang
Der Übergang soll laut sipgate problemlos verlaufen, die Dienste werden weiterhin uneingeschränkt nutzbar bleiben. Die Rufnummern mit der Vorwahl 0720 können kostenfrei zu einem anderen Anbieter mitgenommen werden, auch das Guthaben muss nicht restlos verbraucht werden und kann auf eine Kreditkarte oder ein Konto zurückgebucht werden.

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