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07.11.2017

So viel kostet das iPhone X in der Produktion

Von den Herstellungskosten, dem Verkaufspreis und der Gewinnmarge bricht das neue iPhone alle bisherigen Rekorde.

Neben dem überarbeiteten Design und der Gesichtserkennung zum Entsperren des Handys sorgte vor allem der hohe Preis des neuen iPhone für Diskussionen.

999 Dollar für das 64-GB-Modell und 1149 für das 256-GB-Modell sind die höchsten US-Preise für das Apple-Smartphone in der zehnjährigen Gesichte des iPhone. Laut einem Bericht von Reuters ist auch die Preisspanne, zwischen Produktionskosten und Endpreis, die höchste seit es das iPhone gibt. Demnach kostet Apple ein iPhone X 357,50 US-Dollar in der Herstellung.

Bei einem Verkaufspreis von 999 Dollar beträgt die Brutto-Gewinnmarge rund 64 Prozent. Diese ist etwas höher als beim iPhone 8, welches in den USA um 699 Dollar verkauft wird. Die Gewinnmarge beträgt beim iPhone 8 rund 59 Prozent. Das iPhone X ist somit auch von den Produktionskosten her das teuerste iPhone, das Apple jemals entwickelt hat.

Teurer OLED-Display

Das OLED-Display sei dabei die teuerste Komponente, wie Reuters unter Berufung auf TechInsights schreibt. Demnach kosten die Display-Komponenten beim iPhone X 65,50 Dollar. Der 4,7-Zoll-Screen beim iPhone 8 kostet Apple hingegen lediglich 36 Dollar.

Das Edelstahl-Gehäuse beim iPhone X schlägt für Apple mit 36 Dollar zu Buche, während das Aluminium-Gehäuse des iPhone 8 lediglich 24,5 Dollar kostet.

Immer teurere iPhones

Vergangenes Jahr hat IHS Markit in seiner Analyse festgestellt, dass die Herstellung eines iPhone 7 mit 32 Gigabyte dem Technologiekonzern etwa 225 US-Dollar kostet - der Verkaufspreis lag zum Marktstart bei 649 Dollar. Damit lag der geschätzte Wert um rund 36 Dollar über jenem des iPhone 6s mit 188 US-Dollar. Laut IHS Markit kassiert Apple damit in der Branche die höchste Gewinnmarge.

Festzuhalten ist jedenfalls, dass die Schätzungen von TechInsights beziehungsweise IHS Markit die reinen Produktionskosten beinhalten. Bei solchen Analysen werden die Kosten für Forschung, Marketing, Softwareentwicklung, Verwaltung und Patentrechte nicht in Betracht gezogen. Deshalb ist es schwierig die tatsächlich anfallenden Kosten richtig einzuschätzen.